Bei T-Mobile US geht es rund.

Foto: JUSTIN SULLIVAN / Getty / AFP

Der Hackerangriff auf den US-Mobilfunker T-Mobile US hat mehr Schaden angerichtet als zunächst berichtet. Es seien weitere 5,3 Millionen Daten von Vertragskunden erbeutet worden, mit Angaben zu Adressen, Geburtstagen und Telefonnummern, teilte die Tochter der Deutschen Telekom am Freitag mit. Bisher war von 7,8 Millionen die Rede gewesen. Zudem seien weitere knapp 670.000 frühere oder potenzielle Kunden betroffen. Da hatte T-Mobile US bisher von rund 40 Millionen gesprochen.

Zusätzlich sind dem Unternehmen zufolge weitere Datensätze gestohlen worden, mit Telefon- und Gerätenummern, die jedoch keine persönlich zuzuordnenden Informationen enthielten. Laut T-Mobile US gibt es weiterhin keine Anhaltspunkte, dass finanzielle Informationen wie Kreditkartendaten entwendet wurden.

Inzwischen hat sich auch die US-Telekomaufsicht FCC eingeschaltet und Ermittlungen aufgenommen. Firmen hätten die Pflicht, die Daten ihrer Kunden zu schützen.

Reaktion

T-Mobile US hatte am Sonntag nach Berichten über einen mutmaßlichen Hackerangriff Untersuchungen eingeleitet. Zuvor wurde eine Nachricht in einem Onlineforum gepostet, wonach die persönlichen Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern ergattert worden waren. Darüber wiederum berichtete die Medienplattform Vice Motherboard, wie auch darüber, dass ein Verkäufer Daten im Austausch gegen Bitcoins anbot. T-Mobile US kommt als Nummer drei auf dem US-Markt hinter AT&T und Verizon nach eigenen Angaben auf etwas mehr als 100 Millionen Kunden. (Reuters, 20.8.2021)