Es war ein Flugzeug von Alaska Airlines (hier ein Archivfoto), das evakuiert werden musste.

Foto: Ted S. Warren / AP

Ein aktueller Bericht ruft unerfreuliche Erinnerungen wach: Kurz nach der Landung eines Alaska-Airlines-Flugs in Seattle ist ein Smartphone eines der Passagiere in Flammen aufgegangen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste das Flugzeug in der Folge über die Notausgänge evakuiert werden, es kam zu leichten Verletzungen. Beim auslösenden Gerät soll es sich laut Angaben des Besitzers um ein Samsung Galaxy A21 handeln, berichtet die "Seattle Times".

Starker Rauch

Auch in sozialen Medien wurden einige Bilder des Vorfalls gepostet. Auf ihnen ist im Flugzeug eine starke Rauchentwicklung zu sehen. Einer der Passagiere verglich die Situation anschließend damit, dass man eine Nebelmaschine aktiviert. Zuvor hatten die Flugbegleiter versucht, den Brand mit Feuerlöschern zu beenden. Laut den Flughafenbehörden wurde das betroffene Gerät bis zur Unkenntlichkeit zerstört, weshalb man auf die Aussagen des Passagiers in Hinblick auf Hersteller und Modell angewiesen ist.

Eine Stellungnahme von Samsung gibt es zu dem Vorfall bisher noch nicht. Dass man dort mit Wortmeldungen zu diesem Thema sehr vorsichtig ist, dürfte auch mit der Geschichte des Unternehmens zu tun haben. Immerhin musste man vor einigen Jahren die gesamte Galaxy-Note-7-Reihe einstampfen, nachdem mehrere dieser Geräte in Flammen aufgegangen waren.

Abwarten

Doch während damals Untersuchungen tatsächlich gleich mehrere Defizite in der Hardwareentwicklung entdeckten, wären solche Schlüsse beim aktuellen Vorfall zumindest verfrüht. Ist es doch eine unerfreuliche Realität der aktuell verwendeten Technologien, dass es immer wieder einmal dazu kommen kann, dass Akkus in Flammen aufgehen – und zwar bei sämtlichen Herstellern. Insofern ist ein einzelner solcher Vorfall noch kein Hinweis auf ein größeres Problem – zumal das Samsung Galaxy A21 bereits Mitte 2020 vorgestellt wurde und bisher kein anderer Brand dokumentiert ist. Für alles andere gilt es, das Ergebnis der weiteren Untersuchung abzuwarten. (apo, 25.8.2021)