Erst Montag teilte Elon Musk mit, dass der Satelliten-Internetdienst Starlink bereits 100.000 Terminals ausgeliefert hat.

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Amazon fordert die US-Handelskommission (FCC) auf, die Aktualisierung des Space-X-Plans für eine zweite Generation des Starlink-Systems abzulehnen. Laut Kuiper Systems, eine Tochtergesellschaft des Handelsriesen, habe Space X nämlich gegen Regeln verstoßen, indem es "zwei verschiedene Konfigurationen für die fast 30.000 Satelliten seines Gen2-Systems vorgeschlagen hat". Jedes würde die Satelliten entlang sehr unterschiedlicher Orbitalparameter anordnen. Auf Twitter schießt Elon Musk deshalb gegen den Amazon-Gründer: "Es stellt sich heraus, dass Besos [sic] sich zurückgezogen hat, um dem Vollzeitjob nachzugehen, Space X zu klagen."

Beim FCC-Verfahren handelt es sich nicht um eine Klage, allerdings klagte Bezos Raumfahrtunternehmen Blue Origin erst kürzlich die Nasa wegen eines Auftrags für ein Mondlandefahrzeug, der an Space X ging.

100.000 ausgelieferte Terminals

Erst Montag teilte Elon Musk mit, dass der Satelliten-Internetdienst Starlink bereits 100.000 Terminals ausgeliefert hat. In 14 Ländern, unter anderem auch in Österreich, ist Starlink derzeit als Betaversion verfügbar. Nachdem der Service unter anderem in den USA schon Ende 2020 startete, kann man das Startpaket hierzulande seit Mai 2021 bestellen. Dabei fallen einmalig 499 Euro für die notwendige Hardware an, die Lieferung kostet 59 Euro. Der Service selbst kostet dann monatlich 99 Euro. Ziel ist dabei insbesondere, weniger erschlossene Gebiete mit Internet zu versorgen. Verschiedene Datenpakete gibt es derzeit nicht, hingegen seien Geschwindigkeiten von 50 bis 150 Mbit/Sekunde realistisch.

Am 18. August reichte Space X einen FCC-Antrag mit einer Konfiguration ein, die "die Kapazität gleichmäßiger nach Breitengraden verteilt, indem sie auf mehrere Neigungen abzielt und so eine bessere, konsistentere globale Abdeckung sicherstellt", berichtet "Arstechnica". Eine zweite Konfiguration nutzt "eine geringere Anzahl Satelliten pro Ebene als Konfiguration 1", heißt es weiter. Die Kapazität soll allerdings ebenfalls gleichmäßiger nach Breitengraden verteilt werden, um eine bessere Abdeckung zu gewährleisten. Laut Amazon verletze das eine Regel, laut der Anträge vollständig sein müssen und keine internen Unstimmigkeiten aufweisen dürfen. (red, 28.8.2021)