Sollte sich das Gerücht bewahrheiten, könnte das vor allem für weniger gut erschlossene Gebiete einen großen Vorteil bringen.

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Schon in wenigen Wochen könnte Apple die neue iPhone-Generation enthüllen, falls sich der Konzern an seine üblichen Keynote-Termine halten sollte. Laut dem Analysten und Apple-Leaker Ming-Chi Kuo könnte das iPhone 13 die Möglichkeit der Satellitentelefonie mit sich bringen, wie "Macrumors" berichtet. Das würde es dem Smartphone ermöglichen, Anrufe und SMS-Versand ohne Mobilfunkverbindung durchzuführen.

Demnach soll sich das neue Apple-Gerät direkt mit Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn (sogenannten LEO-Satelliten) verbinden können. Am ehesten dürften diese einigen wegen Elon Musks Satelliteninternet Starlink bekannt sein. Ermöglichen wird das iPhone-Feature Kuo zufolge ein angepasster Qualcomm-X60-Basisband-Chip.

Anschluss für abgelegene Gebiete

Neben Starlink nutzen außerdem immer mehr Unternehmen LEO-Satelliten für Konnektivität. Während sich Hughesnet und Oneweb zusammengeschlossen haben, um Musks Unternehmen Konkurrenz zu bieten, kündigte Immarsat eine neue Konstellation an, die mit terrestrischen 5G-Netzen eine globalere Lösung bieten soll. Für Apple am wichtigsten dürfte jedoch Globalstar sein, dessen Aktienkurs Anfang des Jahres in die Höhe schoss, nachdem Qualcomm angekündigt hatte, dass der X65-Chip Globalstars n53-Band unterstützen wird. Zuvor wurde dieses bereits als 5G-Band genehmigt, berichtet "The Verge".

Bewahrheiten sich Kuos Behauptungen, würde der X60 den Vorteil bieten, neben Millimeterwelle und dem weiter verbreiteten C-Band vor allem auch weniger gut erschlossene Gebiete mit Internet zu versorgen. Wie sich die Funktion auf die Akkulaufzeit des Geräts auswirken wird, bleibt abzuwarten. Außerdem unklar ist, wie anfällig der Chip für Störungen ist. (mick, 30.8.2021)