Die Zukunft des Automobils ist laut dem chinesischen Hersteller Xpeng elektrisch und kann fliegen. Das aktuellste Beispiel ist die Voyager X2.

Foto: XPeng

Auf der chinesischen Chengdu Motor Show hat der Autohersteller Xpeng sein fliegendes Auto Voyager X2 präsentiert. Erste Testflüge über China seien sehr zufriedenstellend verlaufen, erklärte der Hersteller.

Zwei Passagiere

Die Voyager X2 ist bereits die fünfte Generation des fliegenden E-Autos, an dem der chinesische Konzern schon seit Jahren forscht. Die Betitelung stammt vom Hersteller selbst, sei doch die DNA der Voyager X2 näher an einem Auto als an einer übergroßen Drohne. Grundsätzlich handelt es sich um ein senkrecht startendendes und landendes E-Fahrzeug, über das im Rahmen der Motor Show neue Details verraten wurden.

In einem Video wird gezeigt, dass das Fahrzeug bereits Testflüge über Städten wie Xining oder Yushu absolviert hat. Neu im Vergleich zum Vorgänger ist das erstmals geschlossene Cockpit, das zwei Personen Platz bietet. Rund 200 Kilogramm darf die "Fracht" haben, das Fahrzeug selbst hat inklusive der Batterie in etwa 400 Kilogram.

Ebenfalls verbaut soll laut Xpeng ein Autopilot sein, der eine geplante Route mit zuvor eingestellten Parametern, etwa Geschwindigkeit und Höhe, absolvieren können soll. In der Luft hält sich die Voyager X2 etwa 35 Minuten bei einer maximalen Flughöhe von 1.000 Metern. Als Maximalgeschwindigkeit gibt der Hersteller 130 km/h an.

2020 präsentierte Xpeng die Kiwigogo, die noch viel mehr an eine bemannte Drohne erinnerte.
Foto: AP, Han Guan

Massentaugliches Gefährt

Gegenüber der "Cnevpost" erklärt der Xpeng-CEO He Xiaopeng, dass man mit diesem Fahrzeug einen Schritt näher an einem massentauglichen E-Auto sei, das fliegen kann. Zahlreiche Tests stünden noch aus, aber man sei optimistisch, dass man bald noch mehr von der Voyager X2 wird sehen können.

Xpeng zeigt nicht zum ersten Mal ein fliegendes Gefährt. Bereits in den letzten Jahren präsentierte man auf den diversen Motor Shows Prototypen bemannter Flugfahrzeuge. Bisher ähnelten diese Modelle, etwa die Kiwigogo im Jahr 2020, aber viel mehr bemannten Drohnen und weniger tatsächlichen Autos. (red, 31.8.2021)