Umgestürzter Sendemast in Bridge City, Louisiana.

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Warten auf Treibstoff – In Louisiana waren rund eine Million Haushalte wegen der Sturmschäden ohne Strom.

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New Orleans (Louisiana) – getroffenen US-Staat Louisiana. Biden will sich dabei einen Überblick über die Sturmschäden verschaffen und Vertreter des Bundesstaats und betroffener Gemeinden treffen, teilte das Weiße Haus am Mittwoch mit. "Ida" war am Sonntag als Hurrikan der zweithöchsten Stufe 4 in Louisiana an Land getroffen und hatte schwere Verwüstungen angerichtet. Das ganze Ausmaß der Schäden ist noch unklar.

Wegen der massiven Stromausfälle nach Hurrikan Ida im südlichen US-Bundesstaat Louisiana hat die Großstadt New Orleans vorübergehend eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Diese gelte ab sofort von 20.00 Uhr bis 06.00 Uhr, kündigte Bürgermeisterin Latoya Cantrell an. Die Polizei begründete den Schritt mit der öffentlichen Sicherheit.

Am Mittwochmorgen sei die Stromversorgung zumindest für einige Haushalte im Osten der Stadt wiederhergestellt worden, teilte der Versorger Entergy mit. Die vollständige Wiederherstellung des Stroms werde wegen der erheblichen Schäden in der gesamten Region aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so Entergy weiter.

Vier Tote

Bisher wurden in Louisiana und im benachbarten Bundesstaat Mississippi vier Tote infolge des Sturms gemeldet. Angesichts der großen Schäden befürchteten die Behörden aber, dass die Opferzahl steigen könnte. Im Flutgebiet suchen Helfer laut Medien auch nach einem Mann, der von einem Alligator angegriffen worden sein soll.

Ida war am Sonntag als gefährlicher Hurrikan der Stärke vier von fünf südwestlich von New Orleans auf die Küste des US-Bundesstaates Louisiana getroffen. Inzwischen schwächte er sich zum Tropentief ab und zog über Mississippi nach Tennessee weiter, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) in der Nacht zum Mittwoch mitteilte.

Wegen des flächendeckenden Stromausfalls in New Orleans sei es derzeit nachts auf den Straßen nicht sicher, hieß es. Außerdem wolle die Polizei Plünderungen verhindern. Der Blackout trifft die Stadt ausgerechnet während der Sommerhitze, in der die meisten der rund 400.000 Einwohner auf elektrische Klimaanlagen angewiesen sind.

Hitzewelle erwartet

In der Stadt wurden Temperaturen um die 30 Grad erwartet, wegen der großen Feuchtigkeit könne sich das aber wie 40 Grad anfühlen, hieß es. An verschiedenen Standorten und in geparkten klimatisierten Bussen könnten sich Bürger abkühlen. In ganz Louisiana waren weiter rund eine Million Haushalte wegen der Sturmschäden ohne Strom.

In Louisiana bildeten sich vielerorts an Tankstellen lange Schlangen. Menschen standen geduldig mit Kanistern an, um an den Zapfsäulen Benzin für Generatoren zu bekommen, weil der Strom in der Region ausgefallen war. Fotos zeigten andernorts Dutzende Autos, die in langen Schlangen darauf warteten, ihre Tanks füllen zu können. In der Region waren viele Tankstellen geschlossen – entweder wegen Sturmschäden oder weil ihnen der Strom zum Pumpen des Benzins fehlte. Zudem waren immer noch viele Straßen von Trümmern blockiert, weswegen Tankstellen kaum Nachschub bekommen konnten.

Alligatorangriff

Nahe der Ortschaft Slidell wird seit Montag ein Mann vermisst, der von einem Alligator attackiert und schwer verletzt worden sein soll. Wie das örtliche Sheriff-Büro mitteilte, berichtete die Frau des 71-Jährigen, das Tier habe ihn angegriffen, als er in der Umgebung ihres Hauses durch das Flutwasser ging. Eine Untersuchung sei im Gange. Nach Aussage der Frau habe ihr Mann etwas im Schuppen nachschauen wollen, sagte Polizeisprecher Lance Vitter der örtlichen Zeitung "The Times-Picayune".

Die Frau habe demnach den Mann noch aus dem Wasser ziehen können. Sie sei dann in einem Boot losgefahren, um Hilfe zu holen. Bei ihrer Rückkehr mit Polizisten sei der 71-Jährige verschwunden gewesen. Die Suche dauere an, hieß es. Das Haus befinde sich in einem Sumpfgebiet, in dem Alligatoren lebten. Ein Feuerwehrsprecher berichtete in der Zeitung "USA Today" und im Sender NBC News ebenfalls von dem Vorfall. Sheriff Randy Smith rief die Einwohner auf, in den überschwemmten Regionen besonders wachsam zu sein, da sich Wildtiere infolge des Sturms Wohngebieten nähern könnten. (APA, 1.9.2021)