Foto: Rick Wilking / REUTERS

Lange schien es so, als wäre das Megapixelrennen bei Kamerasensoren an seinem Ende angekommen. Durch neue Technologien ist zuletzt aber wieder deutlich Schwung in die Angelegenheit gekommen. Und so kündigt Samsung nun einen in dieser Hinsicht rekordverdächtigen Sensor für Smartphones an.

Binning

Unter dem Namen Isocell HP1 hat Samsung einen neuen Sensor mit 200 Megapixel vorgestellt. Wie bei anderen aktuellen Kamerasensoren mit hoher Megapixelzahl wird dabei von Haus aus Binning betrieben. Das heißt im konkreten Fall, dass hier insgesamt 16 Bildpunkte (4x4) am Sensor zu einem Pixel im fertigen Foto kombiniert werden. Da ein einzelner Sensorbildpunkt 0,64 μm groß ist, ergibt sich virtuell eine Pixelgröße von 2,56 μm für Bilder mit 12,5 Megapixel.

Damit sollte dieser Chip am Abend also äußerst lichtstark sein, während tagsüber auch die vollen 200 Megapixel genutzt werden könnten. Als Mittelweg ist hier zudem ein 2x2-Binning möglich, das dann zu 50-Megapixel-Bildern führt. Dieser Modus ist es übrigens auch, der noch für ein anderes Feature des Isocell HP1 verwendet wird: die Aufnahme von 8K-Videos vollständig ohne Zuschneiden des Ausschnitts.

Mitläufer

Parallel dazu hat Samsung noch einen zweiten neuen Kamerasensor vorgestellt: den Isocell GN5. Dieser weist 50 Megapixel mit einer Größe von jeweils 1,0 μm auf, die hier dann eben im 2x2-Binning kombiniert werden. Besonders streicht Samsung hier die Nutzung der Dual-Pixel-Pro-Technologie heraus, die einen besonders flotten Autofokus ermöglichen soll. (apo, 2.9.2021)