Die iranische Flagge vor dem Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien.

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Teheran – Der Iran will nach Angaben seines Außenamts die Wiener Atomverhandlungen fortführen. "Die (im April) begonnenen Verhandlungen zur Umsetzung des Wiener Atomabkommens von 2015 werden wir demnächst definitiv fortsetzen", sagte Außenamtssprecher Said Khatibsadeh am Montag. Wann genau das neue Atomteam von Präsident Ebrahim Raisi die Verhandlungen fortsetzen werde, sagte er nicht.

Die seit April in Wien laufenden Verhandlungen über die Rettung des Atomabkommens wurden nach der Präsidentenwahl Mitte Juni und dem Regierungswechsel im Iran unterbrochen. Sie sollen jetzt mit Raisis neuem Team fortgesetzt werden. Die Vertragsstaaten China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland bemühen sich um die Rückkehr der USA zu dem Deal. Gleichzeitig soll auch der Iran seine Auflagen wieder einhalten.

Verhandlungen "ohne Druck"

Raisi hatte vergangene Woche erneut betont, dass der Iran Verhandlungen über die Beilegung des Atomstreits begrüßen würde. Nur sollten diese ohne Druck geführt werden und sich auf die vertragsgerechte Umsetzung des Abkommens, insbesondere die Aufhebung der US-Sanktionen, fokussieren.

Khatibsadeh sprach am Montag auch von einem geplanten Teheran-Besuch von Rafael Grossi, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), der aber noch nicht bestätigt sei. "Wir haben eine respektvolle und professionelle Zusammenarbeit mit der IAEA und hoffen, dass sie auch so bleiben wird", sagte der Sprecher. Er warnte, dass eine Politisierung der IAEA durch einige Mitgliedsstaaten negative Auswirkungen auf die Atomverhandlungen haben "und zu Gegenmaßnahmen des Iran" führen könnte. (APA, dpa, 6.9.2021)