Markus Witte, Co-Founder von Babbel, hat große Pläne.

Foto: REUTERS/Handout

Der Berliner Sprachlern-Anbieter Babbel strebt auf das Frankfurter Parkett. Der Börsengang solle noch in diesem Jahr erfolgen, teilte Babbel am Dienstag mit. "Wir stemmen den ersten Börsengang eines auf Bildung fokussierten Technologieunternehmens in Deutschland", sagte Firmenchef Arne Schepker im Gespräch mit Reuters.

Duolingo ist 6,5 Milliarden Dollar wert

Ziel von Babbel ist es, mindestens 180 Millionen Euro bei dem Börsengang einzusammeln. Insidern zufolge könnte die 2007 gegründete Firma bei der Neuemission auf einen Wert von mehr als einer Milliarde Euro kommen. Der große US-Konkurrent Duolingo, der rund 40 Millionen aktive Nutzer monatlich zählt, hatte im Juli ein fulminantes Börsendebüt an die Wall Street gefeiert und war mit 6,5 Milliarden Dollar bewertet worden.

Babbel beendet mit der Ankündigung die Sommerpause an der Frankfurter Börse, vor der bereits mehr als 15 Unternehmen in diesem Jahr den Sprung auf das Parkett geschafft und damit zusammen mehr als neun Milliarden Euro eingesammelt hatten. Dazu gehörte unter anderen der Online-Brillenversand Mister Spex aus der Hauptstadt.

Babbel bietet Sprachlern-Abos

Unter der Marke "Babbel" – abgeleitet vom hessischen Dialektwort für sprechen – bietet das Unternehmen in seiner App auf Abo-Basis Sprachkurse, Vokabel- und Rechtschreib-Tests in 15 Sprachen an. Zudem investierte Babbel bereits in eine Sprachreiseplattform und neue Lernmethoden wie Podcasts und Live-Tutoring-Klassen durch Muttersprachler. Mit den Einnahmen des Börsengangs will das Unternehmen sein Angebot weiter ausbauen. "Wir sehen auch großes Potenzial im Firmenkundengeschäft. Zudem wollen wir weiter in den USA expandieren. Dort sind wir eins der wenigen Startups aus Deutschland, das dort erfolgreich ist", sagte Schepker. (Reuters, 7.9.2021)