Dengue-Patientinnen unter einem Moskitonetz in Uttar Pradesh.

Foto: AP / Rajesh Kumar Singh

Neu-Delhi – Mit 25.000 Fischen bekämpft ein indischer Bundesstaat einen großen Ausbruch der Tropenkrankheit Dengue. Die von Mücken übertragenen Erreger infizierten in den vergangenen Wochen mehr als 10.000 Menschen und töteten mehr als 100 von ihnen, wie örtliche Medien berichteten. Die Mücken legen ihre Eier in stehende Gewässer. Die Koboldkärpflinge ernähren sich dann unter anderem von dem Mückennachwuchs.

Ein solcher Fisch fresse rund 100 Larven am Tag, sagte ein örtlicher Behördenmitarbeiter am Mittwoch. Deshalb würden die Fische in Teichen und Brunnen in dem betroffenen Bundesstaat Uttar Pradesh ausgesetzt. Behördenmitarbeiter würden dort auch von Haus zu Haus gehen, um sicherzustellen, dass es in Gebäudenähe keine kleineren Wasseransammlungen gebe.

Nach Angaben des Tropenmediziners Peter Kremsner vom Universitätsklinikum Tübingen wirkt diese Fischmethode lokal, schwächelt aber breitflächig. Zum Krankheitsbild Dengue gehören unter anderem hohes Fieber sowie schwere Kopf- und Muskelschmerzen. Die Krankheit kann tödlich enden. (APA, 15.9.2021)