Markus Lanz gewann mit seiner Sendung die Kategorie "Beste Information" bei den Deutschen Fernsehpreisen.

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Köln – Der ZDF-Moderator Markus Lanz hat den Deutschen Fernsehpreis gewonnen – und seiner Mutter gewidmet. Der 52-Jährige erhielt am Donnerstagabend für seine Talkshow "Markus Lanz" die Auszeichnung in der Journalismus-Kategorie "Beste Information" – gegen die klassischen Politmagazine "Frontal" (ZDF) und "Panorama" (ARD/NDR). Als beste Unterhaltungsshow wurde "Wer stiehlt mir die Show?" von Joko Winterscheidt ausgezeichnet.

Winterscheidt wurde mit seinem Kollegen Klaas Heufer-Umlauf für "Joko & Klaas – Live: Pflege ist Nicht Selbstverständlich" in der Sparte Bestes Infotainment ausgezeichnet. Moderatorin Andrea Kiewel wurde für die beste Einzelmoderation in der Unterhaltung geehrt. Als bester Schauspieler wurde Sascha Alexander Gersak ausgezeichnet, als beste Schauspielerin Petra Schmidt-Schaller. Der Preis für den besten Fernsehfilm ging an die Degeto-Produktion "Für immer Sommer 90".

Lanz sagte, in seiner Sendung habe er oft mit Menschen zu tun, die auf jede Frage die richtige Antwort hätten. "Unser Job ist es im Grunde, auf jede Antwort die richtige Frage zu finden." Das gehe nur mit einer guten Redaktion. Zum Schluss wurde er persönlich. "Ich weiß, dass in den Südtiroler Bergern jetzt eine ältere Dame sitzt mit 87, die es nicht leicht hatte im Leben und der ich sehr, sehr viel verdanke", sagte Lanz. "Mama: Das ist für dich."

Ehrenpreis für Hape Kerkeling

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit dem Jahr 1999 für hervorragende Leistungen für das Fernsehen verliehen. Gestiftet wird er von RTL, ZDF, Sat.1, ARD und der Deutschen Telekom. Im Vorjahr war die Verleihung der höchsten Auszeichnung für Fernsehschaffende in Deutschland wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Ausgezeichnet wurden nun Produktionen, die zwischen Mai vergangenen Jahres und Ende Juni diesen Jahres ausgestrahlt wurden.

Bereits im Vorfeld stand fest, dass der Moderator, Schauspieler, Buchautor und Komiker Hape Kerkeling den Ehrenpreis der Stifter erhält. Der 56-Jährige wurde laut den Organisatoren als "einer der größten und vielfältigsten Unterhalter Deutschlands" gewürdigt.

Ebenfalls bereits im Vorfeld der Verleihung stand fest, wer für die beste Regie ausgezeichnet wird. Der Preis im Bereich Fiktion ging an Özgür Yildirim für die TNT-Serie Para. Frank Lieberich erhielt die Auszeichnung im Bereich Unterhaltung für "Catch! Die Deutsche Meisterschaft im Fangen", eine Sat.1-Produktion.

"ZDF Magazin Royale"-Macher bei Unterhaltung ausgezeichnet

Jan Böhmermann bekam für sein "ZDF Magazin Royale" zusammen mit Markus Hennig und Hanna Herbst einen Fernsehpreis für das Beste Buch in der Kategorie Unterhaltung. Der Fernsehpreis wird seit 1999 vergeben. Mit Ausnahme des Förderpreises ist die in 28 Kategorien vergebene Ehrung undotiert. Eine Fachjury von Fernsehschaffenden entscheidet über Nominierungen und Auszeichnungen.

Die Verleihung fand in diesem Jahr als Open-Air-Show am Kölner Tanzbrunnen statt, einem Kultur- und Freizeitpark. RTL strahlte sie am Donnerstagabend zeitversetzt aus. Für den Fernsehpreis war es zugleich eine Rückkehr auf die Fernsehbühne. Mehrere Jahre lang gab es gar keine Übertragungen oder lediglich Zusammenschnitte. 2019 wurde die Preisvergabe im Internet gezeigt. (APA, 179.2021)