Rauchwolke über dem Vulkan.

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Der Vulkan speit Feuer und Lava.

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Der Vulkanausbruch löste Waldbrände aus.

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Madrid – Auf der spanischen Kanareninsel La Palma ist am Sonntag im Bereich der Cumbre Vieja ein Vulkan ausgebrochen. Um 15.12 Ortszeit (16.12 MESZ) habe es mehrere heftige Explosionen in der Gemeinde El Paso im Süden der Insel gegeben, berichtete die Zeitung "El País". Anschließend begann der Vulkan große Mengen braunen und weißen Rauchs sowie Gesteinsbrocken und rotglühende Lava in die Luft zu schleudern.

Der Vulkan habe mindestens vier Schlote, also verschiedene Stellen, an denen Asche, Rauch und Lava in die Höhe geschleudert würden, berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE. In anderen Berichten war von drei bis sechs Schloten die Rede.

DER STANDARD

2.000 Menschen evakuiert

Hinweise auf Verletzte gab es zunächst nicht. Der Ausbruch liege in einem nichtbesiedelten Bereich der Insel, die insgesamt 83.000 Einwohner hat, berichtete der Fernsehsender Canarias 7 unter Berufung auf den Regierungschef der Kanaren, Ángel Víctor Torres. Mehr als 2.000 Menschen mussten evakuiert werden, darunter 500 Touristen.

Im Fernsehen war ein Lavastrom zu sehen, der sich vom Vulkan aus langsam bergab Richtung Küste schob. Er querte eine Straße und schloss zumindest ein Haus ein. Die Feuerwehr bekämpfte Buschbrände, die durch den Vulkanausbruch ausgelöst worden waren. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren.

Sánchez sagt New-York-Reise ab

Schaulustige wurden aufgefordert, die Gegend zu verlassen, um Evakuierungen nicht zu behindern. Die spanische Regierung kündigte an, Ministerpräsident Pedro Sánchez werde auf die Insel reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Der Regierungschef wollte eigentlich an der Uno-Generalversammlung in New York teilnehmen.

Der Ausbruch hatte sich in den vergangenen Tagen durch rund 6.600 kleine und mittlere Erdbeben und eine leichte Anhebung des Erdbodens angekündigt. Die Behörden hatten die Menschen in der Nähe des Vulkangebiets aufgerufen, leichtes Gepäck mit ihrem Handy, wichtigen Dokumenten und eventuell benötigten Medikamenten vorzubereiten.

Auf der im Nordwesten der Kanaren gelegenen kleinen Insel hatte es zuletzt vor 50 Jahren einen Vulkanausbruch gegeben, als der Teneguía 1971 Lava in die Luft schleuderte. Massentourismus wie auf den bekannteren Inseln Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa gibt es auf La Palma nicht. (red, APA, 19.9.2021)