Es ist nicht der erste tödliche Überfall auf eine Bildungseinrichtung in Russland.

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Perm – In Russland hat ein Student an der Universität im sibirischen Perm mit einer Jagdwaffe das Feuer eröffnet und mindestens sechs Menschen getötet. Mehrere Menschen wurden von dem Schützen verletzt, teilte die Strafverfolgungsbehörde in der Stadt 1300 Kilometer östlich von Moskau am Montag mit. Der Schütze wurde demnach bei seiner Festnahme verwundet und in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden hatten zunächst acht Tote angegeben. Die Universität hatte zudem angegeben, der Schütze sei getötet worden.

Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie Personen aus dem ersten Stock des Universitätsgebäudes sprangen, um sich in Sicherheit zu bringen. Studenten berichteten Reuters, sie hätten Barrikaden aus Stühlen errichtet, um den Schützen am Betreten der Unterrichtsräume zu hindern.

Ankündigung der Tat im Netz

Nach Berichten lokaler Medien handelt es sich bei dem Attentäter um einen 18-Jährigen, der in sozialen Medien ein Bild von sich mit Gewehr, Helm und Munition verbreitet hatte. "Ich habe lange über dies nachgedacht, seit Jahren, und ich habe realisiert, dass es Zeit ist, das zu tun, wovon ich träume", wurde in einem Beitrag in einem ihm zugeschriebenen Internetkonto erklärt, das später gesperrt wurde. Vergangenen Mai hatte ein Jugendlicher das Feuer in der Stadt Kazan in einer Schule eröffnet und neun Menschen getötet. Danach erhöhte die russische Regierung das Mindestalter für Waffenbesitz von 18 auf 21 Jahre. Das entsprechende Gesetz ist aber noch nicht rechtskräftig.

Präsident Wladimir Putin sprach den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus. Die Minister für Gesundheit und Bildung machten sich am Montagvormittag auf den Weg nach Perm. (Reuters, APA, 20.9.2021)