Die Deutschen Maximilian Walscheid (li) und Tony Martin auf dem Weg zu Gold.

Foto: AP/Olivier Matthys

Leuven – Rad-Nachwuchshoffnung Leila Gschwentner hat sich bei einem Zusammenstoß mit einem Linienbus in Leuven (Belgien) am Mittwoch eine Schulterverletzung zugezogen. Laut Informationen des österreichischen Radsportverbandes besichtigte die 17-jährige Tirolerin den Kurs für das am Samstag stattfindende Straßenrennen der Weltmeisterschaften in Flandern, als es zum Verkehrsunfall kam.

Im Krankenhaus wurde demnach eine Verletzung der Schulter festgestellt. "Nach derzeitigem Informationsstand gibt es keine weiteren Verletzungen", teilte der ÖRV mit. Über den genauen Unfallhergang war zunächst wenig bekannt. Die belgische Zeitung "De Standaard" ließ durchblicken, dass das Team, mit dem Gschwentner unterwegs war, die Verkehrsregeln nicht eingehalten habe.

Der Unfall war rasch publik geworden, nachdem erst am Samstag der frühere dänische Radprofi Chris Anker Sörensen in Belgien bei einer Ausfahrt mit dem Rad von einem Van erfasst worden und ums Leben gekommen war. Sörensen hätte für das dänische Fernsehen die Rad-WM kommentieren sollen.

Mixed-Zeitfahr-Gold an Deutschland

Aus sportlicher Sicht gab es am Mittwoch in der WM-Entscheidung im Mixed-Zeitfahren im letzten Karriere-Rennen von Tony Martin für ihn und seine deutschen Mitstreiter Gold. Mit Niklas Arndt, Max Walscheid, Lisa Brennauer, Mieke Kröger und Lisa Klein setzten sich die Deutschen über 44,5 km in 50:49 Minuten 13 Sekunden vor den Niederlanden und 38 Sekunden vor Italien durch. Die viertplatzierte Schweiz verpasste Bronze um 0,05 Sek.

Das österreichische Sextett mit Felix Ritzinger, Tobias Bayer, Maximilian Schmidbauer, Sarah Rijkes sowie Kathrin und Christina Schweinberger wurde mit einem Rückstand von 4:33 Minuten Zwölfter. Trotz des nur vorletzten Platzes ist man im rot-weiß-roten Lager mit dem Abschneiden des noch eher jungen Teams nicht unzufrieden. Der Weltverband (UCI) hofft, dass das Mixed-Zeitfahren bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 vertreten sein wird. (APA, 22.9.2021)