Google hofft auf ein besseres Verhältnis zur EU.

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Der Internetkonzern Google bemüht sich einem Insider zufolge, ein EU-Wettbewerbsverfahren wegen seiner digitalen Werbeaktivitäten durch einen Vergleich beizulegen. Google habe der EU-Kommission diesbezüglich einen Vorschlag gemacht, sagte eine mit der Sache vertraute Person, ohne Details zu nennen.

Stillschweigen

Die Kommission, die auch als europäische Wettbewerbsaufsicht fungiert, wollte sich nicht zu den Informationen äußern. Von Google war ebenfalls keine Stellungnahme zu erhalten. Die Motivation Googles ist aber auch so klar, man will ein weiteres langwieriges Verfahren durch Zugeständnisse abwehren.

Die betreffende Untersuchung wurde erst vor wenigen Monaten gestartet. Es geht dabei unter anderem darum, ob sich Google selbst einen Vorteil verschafft, in dem Nutzerdaten von Webseiten behalten aber nicht mit anderen Werbeanbietern geteilt werden. Auch Googles Pläne zur Entfernung von Third Party Cookies sowie Einschränkungen für die Advertising ID unter Android stehen in der Kritik.

Vorgeschichte

In drei EU-Wettbewerbsverfahren wurde Google bisher insgesamt zu mehr als acht Milliarden Euro Strafe verurteilt, und musste infolge seine Geschäftspraktiken leicht anpassen. Alle diese Verfahren sind aber noch nicht rechtsgültig, so geht etwa das viel diskutierte Verfahren rund um Android bald in die Berufung. (APA/red, 23.09.2021)