In der Ortschaft Arkalochori ist eine griechisch-orthodoxe Kirche eingestürzt.

Foto: AP/Harry Nakos

Kreta – Mindestens ein Mensch ist am Montag bei einem starken Erdbeben auf der Mittelmeerinsel Kreta ums Leben gekommen, neun weitere Personen wurden verletzt. Der Mann starb, als in dem Ort Arkalochori eine Kirchenkuppel, an der Renovierungen ausgeführt wurden, in sich zusammenfiel. Drei weitere Menschen sollen in eingestürzten Häusern verschüttet sein, berichtete die griechische Zeitung "To Proto Thema". Es handle sich dabei um Gebäude nahe des Epizentrums in der Nähe der Ortschaften Arkalochori und Patsideros.

Das Beben ereignete sich um 9.17 Uhr (Ortszeit) und hatte nach Angaben des Geodynamischen Instituts Athen die Stärke 5,8. Das Potsdamer Helmholtz-Zentrum gab die Stärke mit 6 an. Das seismologische Zentrum EMSC hatte zuvor 6,5 als Wert genannt. Nicht nur in der kretischen Hafenstadt Iraklion, sondern auch am Festland an der türkischen Südwestküste flüchteten viele Menschen aus Gebäuden auf die Straßen, wie Fernsehbilder zeigten.

Einsatzkräfte suchen in Arkalochori nach Verschütteten.
Foto: REUTERS/STEFANOS RAPANIS

Auf der Insel stürzten etliche ältere Häuser ein, auch neuere Gebäude wiesen Risse auf. Das Epizentrum lag rund 20 Kilometer südöstlich von Iraklion und in zehn Kilometern Tiefe.

In der Türkei war das Beben vor allem in der Küstenregion Datca zu spüren. Zunächst gab es dort keine Informationen über Verletzte oder Tote. Berichte, wonach türkische Behörden eine Tsunami-Warnung ausgegeben hätten, bestätigten sich zunächst nicht; die türkische Zeitung "Hürriyet" dementierte eine solche. (red, APA, 27.9.2021)