Das litauische Verteidigungsministerium hatte zuvor Verbrauchern empfohlen, den Kauf chinesischer Mobiltelefone zu vermeiden.

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Nach Berichten über Sicherheitslücken und eingebauten Zensurfunktionen in chinesischen Mobiltelefonen wird das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aktiv. "Das BSI führt derzeit eine technische Untersuchung eines Xiaomi-Mobilfunkgerätes durch", sagte ein Sprecher des Innenministerium am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Das BSI hatte vergangene Woche noch zurückhaltend auf Warnungen der litauischen Regierung vor Sicherheitslücken reagiert.

Begriffe zensiert?

Das litauische Verteidigungsministerium hatte zuvor Verbrauchern empfohlen, den Kauf chinesischer Mobiltelefone zu vermeiden. Wie die staatliche Cybersicherheitsbehörde des Landes mitteilte, waren einem Regierungsbericht zufolge eingebaute Zensurfunktionen in den Smartphones festgestellt worden. Die in Europa verkauften Handys des chinesischen Smartphone-Giganten Xiaomi würden Begriffe wie "Freies Tibet", "Es lebe die Unabhängigkeit Taiwans" oder "Demokratiebewegung" erkennen und zensieren, so die Behörde. Auch in bestimmten Telefonen des chinesischen Herstellers Huawei sei eine Sicherheitslücke gefunden worden. (APA/Reuters, 29.9.2021)