Der 61-jährige Herzog von York kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.

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London – Die Anwälte von Prinz Andrew haben Zugang zu bisher unter Verschluss gehaltenen Dokumenten bekommen, die sie im aktuellen Rechtsstreit um Missbrauchsvorwürfe für entscheidend halten. Ein US-Gericht gab am Mittwoch grünes Licht dafür, dass die Anwälte der US-Amerikanerin Virginia Giuffre, die dem Herzog von York mehrfachen sexuellen Missbrauch vorwirft, das Dokument aushändigen, berichtete die Nachrichtenagentur PA.

Vorwurf: Mehrfacher sexueller Missbrauch

Es geht darin um einen Vergleich, auf den sich die Klägerin Giuffre im Jahr 2009 mit dem verurteilen und mittlerweile gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geeinigt hatte. Andrews Anwalt hatte in einer Anhörung argumentiert, der Inhalt des Vergleichs zwischen Giuffre und Epstein befreie den Sohn von Queen Elizabeth II. und andere von jeder möglichen Haftung. Giuffre habe darin eingewilligt, niemand anderen zu klagen. Die Anwälte der 38-Jährigen hingegen halten das Dokument für irrelevant für den aktuellen Rechtsstreit.

Giuffre wirft Andrew vor, sie vor gut 20 Jahren als 17-Jährige mehrmals sexuell missbraucht zu haben, und hat in den US eine Zivilklage eingereicht. Der Neunte der britischen Thronfolge streitet die Anschuldigungen strikt ab. (APA, 7.10.2021)