Die Fahrunterstützung soll zunächst an knapp 1.000 Fahrer ausgeliefert werden, deren Fahrverhalten einwandfrei ist.

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Die neueste Softwareversion von Teslas Full Self-Driving System (FSD) wird sich verzögern, wie CEO Elon Musik auf Twitter verkündete. Dabei gab er an, dass es "Bedenken in letzter Minute" gegeben habe.

Grund unbekannt

Jedoch wurden die Bedenken nicht im Detail erklärt, sondern lediglich darauf verwiesen, dass die Full Sell-Driving Beta 10.2 einige Tage später veröffentlicht werde als angenommen. Die Fahrunterstützung soll zunächst an knapp 1.000 Fahrer ausgeliefert werden, deren Fahrverhalten einwandfrei ist. Dafür wertet Tesla das Verhalten der Fahrer über seine eigene US-Versicherung aus.

Beispielsweise wird bei einzelnen Fahrten die Dauer erfasst. Außerdem wird analysiert, wie der Autopilot aktiviert wurde und wie oft das System sich abgeschaltet hat, weil Warnungen wiederholt nicht befolgt wurden.

Zudem wird analysiert, wie oft das Antiblockiersystem (ABS) aktiviert und wie oft vor potenziellen Auffahrunfällen gewarnt werden musste. Weiters wird darauf geachtet, wie lange ein Tesla zu nah hinter einem anderen Fahrzeug hergefahren ist. Zu guter Letzt wird auch die Geschwindigkeit in Betracht gezogen. Jedoch sollen Fahrer, die in der Analyse weniger gut abschneiden, zu einem späteren Zeitpunkt eine Chance bekommen, FSD zu nutzen.

Immer wieder Kritik

Teslas Software, die sich nach wie vor in einer Betaphase befindet, steht des Öfteren in der Kritik, da sie suggeriert, vollständig autonom fahren zu können, ohne es tatsächlich zu können. Hinzu kommt, dass seit dem Jahr 2018 Tesla-Wagen mit aktiviertem FSD bereits elfmal in geparkte Einsatzfahrzeuge gekracht sind, weshalb auch die US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA) Ermittlungen eingeleitet hat. Bei einem Tag der offenen Tür in der deutschen Tesla-Fabrik verkündete Musk am vergangenen Samstag, dass Tesla "relativ wahrscheinlich" FSD noch im Jahr 2021 nach Europa bringen werde. (red, 11.10.2021)