Waren schon einmal preiswerter: iPhones.

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Smartphones kosten immer mehr? Das ist nicht nur eine subjektive Wahrnehmung, sondern kann ganz objektiv nachgewiesen werden. Das ergibt eine Analyse des Finanzforschungsunternehmens Self. Weltweit ist das iPhone 13 demnach um 81 Prozent teurer geworden als die ersten Modelle. Ungefähr 437 US-Dollar mehr müsse man konkret im Durchschnitt zusätzlich hinblättern.

Je nach Land unterschiedlich

Bildhaft gemacht wird das etwa durch einen direkten Blick auf die aktuellen Preise der Geräte. Das teuerste aktuelle iPhone, das iPhone 13 Pro Max mit einem Terabyte Speicher, kostet immerhin 1829 Euro. Auch mit Einrechnung der Inflation sind iPhones trotzdem noch ungefähr 154 Dollar teurer als zuvor. Jährlich sei der Preis von Flaggschiffgeräten durchschnittlich um rund acht Prozent in die Höhe gegangen – die Kaufkraft aber nur um rund vier Prozent im Durchschnitt.

Jedoch unterscheidet sich die Entwicklung von Land zu Land. Österreich ist längst nicht so betroffen wie andere Staaten: Kostet das iPhone etwa bei den deutschen Nachbarn heute rund 45 Prozent mehr als das erste Modell, sind es hierzulande laut den Analysten nur acht Prozent. Am stärksten von der Verteuerung betroffen sind, mit Einrechnung der örtlichen Inflation, die Vereinigten Arabischen Emirate – dort ist ein iPhone mit einer Preissteigerung von 110 Prozent mehr als doppelt so teuer wie einst.

In Indien am teuersten

In Russland und in China zahlt man hingegen zwei beziehungsweise sieben Prozent weniger, wobei die Preise bereits anfänglich vergleichsweise höher waren. Gerechnet nach Kaufkraft ist das iPhone in Indien am teuersten, wo Kunden im Durchschnitt 14,75 Prozent ihres verfügbaren Einkommens ausgeben müssen, um eines zu besitzen. Nach dieser Rechnung ist es in Luxemburg am günstigsten, wo Interessierte rund 0,84 Prozent der dortigen Kaufkraft ausgeben müssen.

Apple profitiert wie sonst kein anderer Handyhersteller von dem Verkauf seiner Geräte. So nimmt das Unternehmen mit Abstand den größten Teil der Gewinne durch den Verkauf nach Hause. Obwohl der Marktanteil einer Analyse der Marktforscher bei Counterpoint zufolge nur bei 13 Prozent liegt, erwirtschaftet die Firma ungefähr 75 Prozent des Gesamtgewinns und 40 Prozent des Umsatzes. Die Strategie des Konzerns lautet, Konsumentinnen und Konsumenten in das Ökosystem zu locken – und sie dort zu halten. (red, 17.10.2021)