Rechtzeitig zu Allerheiligen und Halloween, das Festival "Heimsuchungen".

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Werden die Tage kürzer und naht Allerheiligen (bzw. Halloween), so ziehen die Geister durchs Land. Passend dazu hat die Schule für Dichtung (sdf) mit "Heimsuchungen" ein Gespenster-Festival konzipiert. Gemeinsam mit dem Slash-Filmfestival und dem Schauspielhaus Wien, wo das Event von 28. bis 30. Oktober über die Bühne gehen wird, bietet man Filme, Lesungen, Performances und Musik, die im besten Sinne "unheimlich" sein sollen.

Gespenster finden sich laut Ankündigung nicht nur in der Literatur, sondern auch in Philosophie und Psychoanalyse. "Und dies mit einer Strahlkraft, dass sie in den Kulturwissenschaften längst auch als Metaphern, Chiffren und Diskursfiguren für gar vieles herumgeistern. Neben aller theoretischen Aufgeladenheit sind Gespenster nach wie vor freilich auch Spielfläche unserer Imagination." All dem will "Heimsuchungen" als "zeitgenössisches Literaturfestival" gerecht werden.

"Naturgeschichte der Gespenster"

Zum Auftakt wird Slash-Gründer Markus Keuschnigg seine "liebsten Ghost-Movies" präsentieren, bevor Gespenster-Lesungen von u.a. Eleonora Bögl, Curd Duca und Eva Pilipp am Programm stehen. Abgeschlossen wird der erste Tag von vier Kurzfilmen von Susann Maria Hempel. Am 29. Oktober ist etwa Autorin Barbi Markovic zu erleben, bevor Wort und Musik von Hendrik Otremba kombiniert werden.

Zum Abschluss erzählt nicht nur der britische Geisterforscher Roger Clarke von seiner Suche nach dem Übersinnlichen, Kabarettist Dirk Stermann wird zudem aus der deutschen Übersetzung seines Werks "Naturgeschichte der Gespenster. Eine Beweisaufnahme" lesen. Mit seiner sdf-Friedhofspoesie-Klasse stellt sich auch Musiker Voodoo Jürgens ein. Musikalisches serviert zudem die in London ansässige Komponistin Ela Orleans. Für Konzept und Moderation der "Heimsuchungen" zeichnet sdf-Leiter Fritz Ostermayer verantwortlich. (APA, 25.10.2021)