Es wäre längst an der Zeit.

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Teheran – Der iranische Fußballverband hat eigene Angaben dementiert, wonach das Parlament zeitnah über den Zutritt von Frauen zu Fußballstadien entscheiden wird. "Wir haben dieses Thema nie angesprochen und dementieren alle hiesigen Medienberichte diesbezüglich", betonte der FFI in einer Presseerklärung am Samstag. Der Verband hoffe jedoch laut Nachrichtenagentur ISNA weiterhin, dass auch Frauen demnächst in die Stadien dürfen.

Erst am Donnerstag hatten mehrere Medien FFI-Generaldirektor Hassan Kamranifar mit dem Satz zitiert, der Verband habe diesbezüglich dem Parlament einen Entwurf präsentiert. "Falls der genehmigt wird, dann können die Frauen demnächst in die Fußballstadien", sagte Kamranifar laut Medien. Nun stellt die Sportpresse im Land in Frage, ob es solch einen Entwurf überhaupt gegeben habe – und warum die Angaben erst 48 Stunden später dementiert wurden.

Im islamischen Iran ist Frauen seit vier Jahrzehnten der Besuch von Fußballspielen im Stadion untersagt. Der erzkonservative Klerus ist der Auffassung, dass Frauen in Stadien mit fanatischen männlichen Fans und ihren vulgären Parolen nichts zu suchen haben. (APA/dpa, 30.10.2021)