Bereits Mitte Oktober führte die russische Marine Militärübungen auf der annektierten Krim durch.

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Kiew – Das US-Verteidigungsministerium geht Berichten über neuerliche russische Truppenbewegungen nahe der Ukraine nach. Das Pentagon verfolge die Entwicklungen in der Region aufmerksam, erklärte dessen Sprecher John Kirby am Montag. Laut "Washington Post" sind US-Regierungsvertreter beunruhigt über Bewegungen russischer Militäreinheiten nahe der Ukraine. Im Internet verbreitete Videos zeigen Militärzüge und mit Panzern und Raketen beladene Lkw-Konvois im Südwesten Russlands.

"Wir kennen öffentliche Berichte über ungewöhnliche russische Militäraktivitäten nahe der Ukraine", sagte Kirby. Washington stehe zu dem Thema mit seinen Verbündeten und Partnern im Kontakt.

Russland dementiert

Der Kremlin nannte die Nachrichten am Dienstag "low-quality fake" also Fälschungen von niedriger Qualität, verkündete aber gleichzeitig, es sei die Sache Russlands, wohin es seine Truppen auf seinem eigenen Staatsgebiet bewegt.

Wie das US-Medium "Politico" berichtete, bestätigen Satellitenaufnahmen vom Montag die jüngsten Berichte über Truppenansammlungen an der Grenze.

Truppen marschierten schon im März auf

Im März hatte Russland in einem massiven Truppenaufmarsch tausende Soldaten, schwere Militärausrüstung, Marineschiffe und Luftwaffenflugzeuge nahe der ukrainischen Grenze und auf der von Russland annektierten Krim-Halbinsel zusammengezogen. Die massiven Truppenbewegungen nährten Befürchtungen, dass es zu einem russischen Einmarsch in die Ukraine kommen könnte. Nach Wochen erklärte Moskau das angebliche Manöver schließlich für beendet und zog seine Soldaten wieder ab.

Die ukrainische Armee kämpft seit 2014 gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes. Der Westen wirft Russland vor, die Separatisten zu unterstützen, was die Regierung in Moskau bestreitet. (APA, Reuters, 2.11.2021)