Elon Musks Name musste wieder einmal für einen Scamversuch herhalten.

Foto: AP/Invision/Charles Sykes

Mit Verfizierungsprogrammen wollen soziale Netzwerke und andere Plattformen sicherstellen, dass bekanntere Nutzer auch tatsächlich die sind, die sie zu sein vorgeben. Mit einer entsprechenden Markierung wird dies dann auch gegenüber anderen Usern sichtbar gemacht.

Doch die Prüfmechanismen hinter dieser eigentlich vertrauensbildenden Maßnahme scheinen nicht immer zuverlässig zu sein. Denn auf Facebook ist eine Seite mit gültiger Verifikation aufgetaucht, die so tut, als wäre sie ein Auftritt des Tech-Entrepreneurs Elon Musk. Tatsächlich wurde sie aber auch für einen Bitcoin-Scam verwendet.

153.000 Follower und ein Bitcoin-Scam

Zuletzt hatte die Seite 153.000 Follower. Ihr Name "ElonMuskOffici" deutet auch an, dass die Betreiber den Eindruck erwecken möchten, dass es sich um einen offiziellen Auftritt handelt. Erst ein genauerer Blick in Seiteninfos – die bei der Prüfung offenbar nicht berücksichtigt wurden – verriet, dass es sich um eine "Fanpage" handelt, die von Ägypten aus betrieben wurde.

Hauptsächlich wurden auf der Seite Tweets und andere Statements des Tesla- und SpaceX-Chefs geteilt. Doch vor kurzem tauchte dort auch ein Posting auf, mit dem versucht wurde, gutgläubigen Nutzern Kryptowährungen zu entlocken. Unter Musks Namen rief man zur Überweisung von Bitcoins auf, mit dem Versprechen, später ein größeres Kapital zurückzuschicken. Seit Montag (1.11.) ist die Seite nun nicht mehr erreichbar und dürfte von Facebook gelöscht oder gesperrt worden sein.

Zwei Namenswechsel

Facebooks Verifikationsprozess setzt eigentlich auch die Einreichung eines gültigen Ausweises, Führerscheins oder eines anderen Dokuments voraus, über die sich die Identität nachweisen lässt. Wie diese Seite diese Prüfung umgehen oder täuschen konnte, ist nicht bekannt.

Wie The Verge zeigt, wurde die Seite im Juli 2019 unter dem Namen "Kizito Gavin" (ein ugandischer Fußballspieler) angelegt. Im vergangenen September wurde der Name auf Ahmed Kenawy und Mitte Oktober schließlich auf Elon Musk geändert. The Verge hat zur Causa eine Anfrage an Meta, den frisch umbenannten Mutterkonzern von Facebook, gestellt, aber bislang noch keine Antwort erhalten. (red, 2.11.2021)