Zuletzt waren in Oberösterreich von nur 2.828 ausgewerteten PCR-Tests im 24-Stunden-Vergleich gleich 1.288 positiv.

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Oberösterreich, das Bundesland mit der schwächsten Impfquote, belegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz den Spitzenplatz. Mit Stand Dienstag wurden 625 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner ausgewiesen. Was darüber hinaus für die weitere Entwicklung der Corona-Welle nachdenklich stimmen sollte: Bei der PCR-Test-Positivrate ist Oberösterreich ebenfalls weit vorne.

Zuletzt waren von nur 2.828 ausgewerteten PCR-Tests in den vergangenen 24 Stunden gleich 1.288 positiv. Das bedeutet: Von den abgegebenen PCR-Tests schlugen gleich 45 Prozent an. Dabei wird in Oberösterreich nicht wenig getestet: Mehr als 70.000 Antigentests wurden hier an einem Tag durchgeführt. Diese sind allerdings weit weniger sensitiv als PCR-Tests.

Und in Oberösterreich dürften PCR-Tests großteils nur noch zur Verdachtsfallabklärung eingesetzt werden: also dann, wenn sich bereits Symptome zeigen oder ein Antigentest angeschlagen hat. Experten befürchten aufgrund dieser Zahlen aber auch eine höhere Dunkelziffer.

Antigentests werden zurückgedrängt

Die hohe Zahl von Antigentests wird jedenfalls zurückgedrängt werden: Denn mit Erreichen der 300er-Marke bei der Corona-Intensivbettenbelegung steht fest, dass ab 8. November österreichweit keine Antigentests mit Selbstabnahme ("Wohnzimmertests") mehr als 3G-Eintrittstest gelten. Wird die Marke von 400 Intensivbetten überschritten, gelten überhaupt keine Antigentests mehr als 3G-Eintrittstests. Dann müssen PCR-Tests vorgewiesen werden.

Auch andere Bundesländer, die bisher hauptsächlich auf Antigentests setzen, haben eine vergleichsweise hohe PCR-Test-Positivrate: In Vorarlberg betrug diese am Dienstag 23 Prozent, in Salzburg waren es 21 Prozent und in der Steiermark 20 Prozent. Wien setzt großteils auf PCR-Tests, am Dienstag waren es mehr als 72.000. 627 Neuinfektionen kamen dazu, die Test-Positivrate betrug in Wien daher 0,9 Prozent. (David Krutzler, 2.11.2021)