Die Journalistin Caruana Galizia wurde im Oktober 2017 durch eine Autobombe ermordet.

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Valletta – Die Familie der 2017 ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia arbeitet mit der maltesischen Regierung am Entwurf eines Gesetzes zum Schutz der Pressefreiheit. Dies berichtete der maltesische Premier Robert Abela laut Medienangaben vom Dienstag. Ziel des Gesetzesentwurfs sei es, Journalisten mehr Schutz bei ihrer Arbeit zu garantieren.

Bei dem Gesetz würden auch der Verband maltesischer Journalisten und internationale Institutionen zusammenarbeiten. Abela äußerte die Hoffnung, dass der Entwurf so bald wie möglich dem Parlament zur Verabschiedung vorgelegt werden könne.

Caruana Galizia war im Oktober 2017 durch die Explosion einer Bombe an ihrem Auto ermordet worden. In dem Mordfall wurden mehrere Männer angeklagt, im Februar 2021 fiel ein erster Schuldspruch gegen einen geständigen Angeklagten. Als der mutmaßlich eigentliche Drahtzieher allerdings sitzt inzwischen ein Unternehmer in Haft, der an einem Kraftwerk beteiligt ist. Caruana Galizia soll vor ihrem Tod über Korruption im Zusammenhang mit dem Bau des Kraftwerks recherchiert haben. Die Hinterbliebenen streben eine Untersuchung über die Rolle der Regierung an. Auch die EU-Kommission fordert vollständige Aufklärung. (APA, 2.11.2021)