Um ein Foto aus der Google-Suche zu entfernen, muss lediglich ein Formular ausgefüllt werden.

Foto: AP, Travis Dove

Ende Oktober kündigte Google in einem Blogeintrag an, dass man ab sofort Kinderfotos aus der Google-Suche entfernen lassen kann. Bisher war das nur möglich, wenn die Fotos nicht einvernehmlich entstanden sind, bei sexuell expliziten Bildern oder wenn damit persönliche Informationen verbunden waren. Jetzt wurden Fotos von unter 18-Jährigen als Kategorie ergänzt.

Ungewollte Fotos

Um ungewollte Fotos aus der Google-Suche zu entfernen, muss ein Formular von der betreffenden Person oder deren Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten ausgefüllt werden. Dort werden etwa der Link zu dem Foto oder Links zu Suchresultaten angegeben. Nach einer Prüfung durch Google, ob das Foto den neuen Richtlinien wirklich widerspricht, wird es entfernt.

"Wir wissen, dass Kinder und Teenager im Internet ganz einzigartigen Herausforderungen ausgesetzt sind", schreibt Google. "Das ist besonders dann der Fall, wenn Bilder von ihnen in unerwarteter Weise im Internet einsehbar werden."

Die von Google gelöschten Fotos verschwinden natürlich nur aus der Google-Suche, wie der Konzern in seinem Blogbeitrag schreibt, nicht aus dem Internet. Wenn die ungewollten Bilder auf einer Website gespeichert sind, muss der Website-Betreiber direkt kontaktiert werden.

Thema Jugendschutz

Das Thema Kinder- und Jugendschutz war in den letzten Monaten regelmäßig ein Thema in Zusammenhang mit mehreren großen US-Konzernen. So zeigte ein Leak interner Dokumente, dass Meta (ehemals Facebook) davon wusste, dass das Tochterunternehmen Instagram negative Auswirkungen auf die Psyche von jungen Menschen habe.

Tiktok musste sich zuletzt vor dem US-Kongress rechtfertigen, warum es biometrische Daten von seinen primär jungen Nutzern sammle, und gegen Apple gab es einen Sturm der Entrüstung, als das Unternehmen bekanntgab, dass es Smartphones nach Fotos von Kindesmissbrauch durchsuchen würde. (red, 3.11.2021)