Facebook stellt die Nutzung ein, der Mutterkonzern aber nicht.

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Vor wenigen Tagen kündigte Facebook an, die Nutzung des eigenen Gesichtserkennungssystems einzustellen und eine Datenbank mit einer Milliarde Gesichtern zu löschen. Grund sei die anhaltende Kritik und Bedenken zu den möglichen Nutzungsszenarien. Nun wird bekannt: Für das Metaverse des Facebook-Mutterkonzerns Meta gelten die neuen Regeln nicht, berichtet "Apple Insider".

Auf der Social-Media-Plattform wurde das System genutzt, um Personen in Fotos und Videos identifizieren zu können. Außerdem informierte es Nutzer, wenn jemand anders einen Beitrag veröffentlicht hatte, in dem man zu sehen war – zumindest dann, wenn man das Feature aktiviert hatte.

Dass man das System nun einstampft und die eigene Datenbank, bestehend aus einer Milliarde "Gesichtsabdrücken", löscht, sei eine Reaktion darauf, dass es noch immer keine klaren Regeln dafür gebe, sagte Facebooks KI-Chef Jerome Pesenti.

Meta macht weiter

Meta stellte am Mittwoch allerdings klar, dass die Einstellung entsprechender Systeme für Produkte des geplanten Metaverse nicht gelten wird:

"Wir glauben, dass diese Technologie das Potenzial hat, in Zukunft positive Anwendungsfälle zu ermöglichen, die die Privatsphäre, die Kontrolle und die Transparenz aufrechterhalten", sagte ein Sprecher gegenüber "Vox Recode". Diesen Ansatz werde man weiterhin erforschen, "während wir darüber nachdenken, wie unsere zukünftigen Plattformen und Geräte die Bedürfnisse der Menschen am besten erfüllen können."

Demnach wird Meta für den Vorstoß in das Metaverse eine Reihe biometrischer Tools verwenden. Darunter ist Deepface, mit dem per Gesichtserkennungssystem generierte Muster mit Nutzerfotos abgeglichen werden. Wofür die Technologie eingesetzt werden soll, ist derzeit noch unklar, darüber wolle man die User aber auf dem Laufenden halten. (mick, 5.11.2021)