Auf Salzburg warten.

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Die Wiener Austria spekuliert mit einer Überraschung im Fußball-Bundesliga-Heimspiel gegen Leader Salzburg. "Wir sind zu Hause ungeschlagen und hoffen, dass wir das auch am Samstag noch bleiben", sagte Trainer Manfred Schmid nach einem bisher ansprechenden Saisonverlauf. "Wir sind in diesem Spiel, in dieser Verlosung um die ersten sechs Plätze dabei." Für die Salzburger ist es das vierte Auswärtsspiel in Serie – und das erste nach der ersten Saisonniederlage am Dienstag.

In der Champions-League-Gruppenphase verloren die "Bullen" beim VfL Wolfsburg 1:2. Schmid geht aber nicht davon aus, dass dies auf das Spiel am Samstag (17.00 Uhr) in der Generali Arena Auswirkungen haben wird. "Ich rechne keinesfalls mit einem angeschlagenen Gegner. Der Kader ist riesig, sie können auf jeder Position wechseln, ohne dass ein Leistungsabfall vorhanden ist", betonte er. "Ich erhoffe mir ein Topspiel meiner Mannschaft. Ich glaube, es ist für unsere Truppe eine wunderbare Aufgabe, gegen eine Champions-League-Mannschaft zu spielen. Jeder kann sich gegen die Besten in der Liga zeigen."

Das Team, in der Tabelle derzeit als Sechster klassiert, sei auf einem guten Weg, betonen die Verantwortlichen der Violetten. "Die Mischung aus Jung und Alt funktioniert bei uns sehr, sehr gut. Punktemäßig sind wir, denke ich, ganz okay dabei. Es kann gern so bleiben, soll auch übers Wochenende hinaus so bleiben", erklärte Sportdirektor Manuel Ortlechner. "Wenn viele Komponenten zusammenspielen am Samstag, ist es sogar möglich, dass man so überrascht, dass man als Sieger vom Platz geht."

Salzburg ist seit neun Bundesliga-Partien gegen die Austria ungeschlagen (acht Siege, ein Remis) und verlor nur eines der vergangenen 24 Duelle in der Meisterschaft (17 Siege, sechs Remis). In den ersten 13 Spielen der aktuellen Saison blieben die Salzburger – wie auch schon 2013, 2018 und 2019 – unbesiegt, was sonst nur Rapid (1982, 1985, 1987) sowie Tirol (1989, 2001) gelungen war. Saisonübergreifend steht die Serie der "Bullen" derzeit bei 19 Partien ohne Niederlage – länger war sie zuletzt von Mai bis Dezember 2019 (damals 22 Spiele in Folge).

Bei Salzburg fehlt mit Jaissle der starke Mann an der Seitenlinie. Wie der Meister am Freitagnachmittag mitteilte, wurde der Trainer am Donnerstag im Zuge einer Routinekontrolle positiv auf Corona getestet. Der Deutsche befinde sich mit leichten Symptomen in Quarantäne. Vertreten wird Jaissle in Wien von Co-Trainer Florens Koch.

Breite Brust

Nach einem "sensationellen" 2:2 gegen Salzburg hat die SV Ried bei Tabellennachbar Admira am Samstag (17.00 Uhr) durchaus Lust nachzulegen. "Wir wollen auf alle Fälle drei Punkte holen", gab Innenverteidiger Markus Lackner an, der bisher letzte Ligasieg datiert vom 29. August. Beide Teams halten bei je 14 Zählern, für die Admira ist es der Auftakt zu einem recht "knackigen" Jahresendspurt.

Nach Ried bekommt es die Admira mit Salzburg (auswärts), dem WAC (h), Sturm Graz (a) und Rapid (h) und damit vier der aktuellen Top-Fünf zu tun. Es könnte bis Mitte Dezember also durchaus turbulent werden für die Admira, die 9 ihrer bisher 14 Zähler gegen Teams ab Platz sechs eroberte. "Wir haben aus den letzten zwei Spielen nur einen Punkt geholt", sagte Admira-Coach Andreas Herzog, dessen Truppe jüngst gegen Klagenfurt ein Last-Minute-1:1 holte bzw. WSG Tirol 0:1 unterlegen war. "Deswegen wollen wir jetzt wieder voll anschreiben."

Hartberger Lauf

Nach vier sieglosen Spielen in Folge peilt Austria Klagenfurt am Samstag (17.00 Uhr) wieder einen "Dreier" an. Die Elf von Peter Pacult erwartet freilich kein einfacher Gang zu Hartberg, das zuletzt acht Punkte aus vier Partien holte und auf Platz vier kletterte. Der siebtplatzierten Austria fehlen allerdings nur zwei Punkte auf die Steirer.

Zwei "gestohlene Punkte" monierte Pacult nach dem jüngsten 3:3 daheim gegen die Admira, eine umstrittene Elferentscheidung gegen Verteidiger Nicolas Wimmer hatte die Gäste im Finish um den vierten Saisonsieg gebracht. Dennoch war Pacult froh, dass seine Mannschaft wieder anschreiben konnte: "Wir nehmen auch die kleinen Körner mit."

In Hartberg dürfen es durchaus wieder größere Exemplare sein, schließlich möchten die Kärntner den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht verlieren. "Die Leistungen bisher waren unter dem Strich in Ordnung, wir stehen ganz gut da. Aber jetzt kommt die heiße Phase, jetzt müssen wir punkten, um dranzubleiben", forderte Tormann Phillip Menzel. (APA, red, 5.11.2021)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen zur 14. Runde in der Fußball-Bundesliga am Wochenende (alle Spiele live auf Sky):

SAMSTAG:

FC Admira – SV Ried (Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 17.00 Uhr, SR Grobelnik). Bisheriges Saisonergebnis: 1:2 (a)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Datkovic, Brugger, Ostrzolek – Malicsek, Ebner – Kronberger, Kerschbaum, Hausjell – Mustapha

Ersatz: Hadzikic – Bauer, Vorsager, Patrick, Babuscu, Gattermayer

Es fehlen: Lukacevic (gesperrt), Ganda (Knie), Starkl (Knöchel), Ristanic (Leiste), Elmkies (Oberschenkel)

Ried: Sahin-Radlinger – Reiner, Lackner, Plavotic – Wießmeier, Offenbacher, Ziegl, Pomer – Nutz, Chabbi, Satin

Ersatz: Haas – Meisl, Jovicic, Lercher, Stosic, F. Seiwald, Valdir, Bajic, Mikic

Es fehlt: Gragger (nach Kreuzbandriss)

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TSV Hartberg – SK Austria Klagenfurt (Hartberg, Profertil-Arena, 17.00 Uhr, SR Jäger). Bisheriges Saisonergebnis: 3:4 (a)

Hartberg: Swete – Stec, Rotter, Sonnleitner, Klem – Kainz, Horvat – Niemann, Heil, Belakovic – Tadic

Ersatz: Sallinger – Schantl, Kofler, Steinwender, Gollner, Erhardt, Paintsil, Lemoine, Lema

Es fehlen: Avdijaj, Sturm (beide verletzt)

Fraglich: Sonnleitner (nach Erkrankung)

Klagenfurt: Menzel – Paul, N. Wimmer, Saravanja, Jaritz – Cvetko – Timossi Andersson, Greil, Gemicibasi, Rieder – Pink

Ersatz: Moser – Blauensteiner, Hütter, Roberts, Markelic, Fuchs, Amanda, Pecirep, Hadzic

Es fehlen: Mahrer (gesperrt), Miesenböck (Adduktoren), Gkezos (Knöchel), Moreira (nach Knöchel-OP), Schumacher (gebrochener Zeh), Maciejewski, Von Haacke (beide im Aufbautraining)

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FK Austria Wien – FC Red Bull Salzburg (Wien, Generali Arena, 17.00 Uhr, SR Heiß). Bisheriges Saisonergebnis: 0:1 (a).

Austria: Pentz – Ivkic, Handl, Mühl, Schoissengeyr, Suttner – Teigl, Martel, Fischer – Huskovic, Djuricin

Ersatz: Helac – El Sheiwi, Demaku, Jukic, Grünwald, Braunöder, Fitz, Ohio, Keles

Es fehlt: Martins (Adduktoren)

Fraglich: Handl (erkrankt)

Salzburg: Köhn – Kristensen, Solet, Onguene, Ulmer – Seiwald, Camara, Aaronson, Capaldo – Okafor, Adeyemi

Ersatz: Mantl – Bernardo, Wöber, Guindo, Kjaergaard, Sucic, Sesko, Adamu

Es fehlen: Junuzovic (Ferse), Koita (Kreuzbandriss), Vallci (Achillessehne), Piatkowski (Knöchelbruch)

Fraglich: Wöber (Sprunggelenk), Sesko (Oberschenkel)