Privat hat Cook bereits in Kryptowährungen investiert, das Firmenvermögen bleibe davon aber unangetastet.

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Tim Cook hat nun erstmals sein berufliches Interesse an Kryptowährungen bestätigt. In welchen Geschäftsfeldern oder ob Apple einen eigenen Coin plant, das wollte der CEO von Apple zwar noch nicht sagen, dennoch liest man zwischen den Zeilen, welche Möglichkeiten sich für den US-Konzern künftig aufdrängen könnten.

Spannende Felder

Kryptowährungen seien etwas, das man "sich gerade genauer ansehe," antwortete Cook in einem Interview auf der NYT Dealbook Conference am Dienstag. Es gebe keine "dringenden" Pläne, Krypto-basierte Angebote auf den Markt zu bringen, und manche Geschäftsbereiche würden wohl auch künftig auf diese Technologie verzichten, erklärt Cook.

Interviewer Andrew Ross Sorkin wollte diesbezüglich wissen, ob Kryptowährungen künftig als Zahlungsmittel – etwa durch Apple Pay – möglich sein könnten. "Wir beschäftigen uns mit der Thematik," antwortete Cook. Nachdem Konkurrenten wie Paypal, Venmo und andere bereits in den Krypto-Markt eingestiegen sind, wäre es verwunderlich, wenn Apple nicht zumindest über das Thema nachdenken würde.

Das Firmenvermögen würde der CEO in jedem Fall nicht in Krypto investieren. "Menschen, die Apple-Aktien kaufen, möchten vielleicht nichts mit Kryptowährungen zu tun haben, erklärt Cook. "Wenn doch, dann können sie das ja direkt tun und nicht gezwungenermaßen via Apple." Es gebe aber tatsächlich Bereiche, die mehr Sinn machen würden, aber zum jetzigen Zeitpunkt könne man darüber noch nicht sprechen.

Privat investiert

Ein Gegner von Krypto sei er definitiv nicht, bestätigt der CEO, habe er doch bereits selbst privat in diesen Markt investiert. "Ich finde es sinnvoll, es als Teil eines großen Portfolios zu haben, aber ich werde mich hüten, Investment-Tipps zu geben." Auch die Idee hinter Non-Fungible Tokens (NFTs) hält er für äußerst spannend, sieht jedoch noch einen weiten Weg, bis diese Idee den Massenmarkt erreicht. (red, 10.11.2021)