In Zukunft sollen Freiwillige an der ungarischen Grenze Migranten kontrollieren, geht es nach der Regierung in Budapest.

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Budapest – Ungarn verstärkt seinen Grenzschutz. Dies kündigte der ungarische Kanzleiminister Gergely Gulyás am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Budapest an. Der Schutz der Außengrenze des Landes sei die patriotische Pflicht der Bürger. In diesem Sinn werde das Innenministerium Freiwillige für den Grenzschutz anwerben und diese nach einer schnellen Ausbildung an der Grenze einsetzen, so Gulyás.

Laut Gulyás stiegen die Versuche illegaler Grenzübertritte sprunghaft an und liegen bei über 1.000 täglich. Der Minister betonte weiter die Solidarität mit Polen, das wegen des Andrangs von Migranten an seiner Grenze zu Belarus unter enormem Druck stünde, wobei der Bau eines Grenzzauns die erfolgreichste Methode sei. Hier sei es die Pflicht der Europäischen Kommission, die Kosten der Grenzschutzes zu übernehmen. Ungarn warte immer noch auf die Deckung seiner Kosten für den Bau des Grenzzauns an der Südgrenze, der mit 1,5 Milliarden Euro veranschlagt wurde. (APA, 11.11.2021)