Papageientaucher trifft man in diesem abgelegenen Teil Islands häufiger als Menschen.
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1. Westfjorde, Island

In einem Land, das für einsame, malerische Orte bekannt ist, legen die Westfjorde die Messlatte noch einmal höher. Dieser Meinung der Lonely-Planet-Redaktion kann man sich nur anschließen: Fernab vom Massentourismus und auch vom Rest Islands (nur eine sieben Kilometer lange Landenge verbindet die Halbinsel mit dem Festland) scheint die Region wie auf der Flucht, ihre fingerähnlichen Fjorde nach Grönland ausgestreckt. Folgt man den Küstenstraßen, entdeckt man urige Dörfer, spektakuläre Landschaften, die sagenhafte Geschichte Islands und eine reiche Tierwelt.

Rafting auf dem Shenandoah River, West Virginia.
Foto: REUTERS/Hannah Beier

2. West Virginia, USA

Der Song "Country Roads" hat West Virginia bereits ein Denkmal gesetzt. Der "Mountain State" ist schon seit langem ein Knotenpunkt der amerikanischen Kultur. Jetzt erhält er endlich auch außerhalb der eigenen Grenzen die Aufmerksamkeit, die er verdient, heißt es bei Lonely Planet: Reisende finden eine wenig besuchte Region vor, voll unberührter Berge und mit einer unverwechselbaren Tradition, in der das gemächliche Tempo von Südstaaten-Kleinstädten auf Adrenalin-Sportarten trifft.

Eine Seilbahn im Dschungel von Xishuangbanna in China.
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3. Xishuangbanna, China

Der breite, langsam fließende Lancang (Mekong) bestimmt den Lebensrhythmus in den Marktstädten und den unzugänglichen Dschungeln der Präfektur Xishuangbanna in Südwestchina – doch das scheint sich nun zu ändern. Dank großer Investitionen in den Tourismus und einem neuen Hochgeschwindigkeitszug zwischen China und Laos ist Xishuangbanna auf bestem Weg, seinen einstigen Status als Verkehrsknotenpunkt und Handelszentrum Südostasiens wiederzuerlangen. Das sollte man sich anschauen, meint man bei Lonely Planet.

Die berühmten weißen Klippen von Dover sind Teil der Heritage Coast in der englischen Grafschaft Kent.
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4. Heritage Coast in Kent, England

Bereits als "Gebiet von außerordentlicher natürlicher Schönheit" anerkannt, hoffen die Downs und die Heritage Coast der englischen Grafschaft Kent auf ein Upgrade zum Unesco-Welterbe. Dank der berühmten weißen Klippen, der Verschönerungen im historischen Dover und im kreativen Folkestone und einer idyllischen Landschaft stehen die Chancen nicht schlecht. Außerdem wird hier im Jahr 2022 das Landscape Festival stattfinden. Fazit bei Lonely Planet: Ein Besuch lohnt sich.

Der Strand von San Juan in Puerto Rico.
Foto: EPA/Thais Llorca

5. Puerto Rico

Puerto Rico ist der ideale Ort, um runterzukommen, befindet der Reiseführer: ganzjährig Sonnenschein, tropische Rhythmen und Strände, die zum Nichtstun einladen. Aber unter der attraktiven Oberfläche gibt es noch mehr zu entdecken: eine stählerne Härte, ein felsenfestes Gemeinschaftsgefühl und die Tatsache, dass dieses außergewöhnliche kleine Archipel Katastrophen überstehen und wieder auf die Beine kommen kann, egal wie viele Hurrikane und Erdbeben es erlebt.

Japan abseits der Touristenströme, das verspricht eine Reise nach Shikoku.
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6. Shikoku, Japan

Japans viertgrößte Insel bietet die faszinierende Möglichkeit, einen Blick hinter "tatemae", die öffentliche Darstellung Japans, zu werfen und "honne", das private Bild des Landes, zu erleben, findet man bei Lonely Planet. Aber nur wer als Ausländer die üblichen Touristenrouten verlässt, bekomme diese Chance. Auf Shikoku kann man auf einem traditionellen buddhistischen Pilgerweg echtes Gemeinschaftsgefühl erfahren, Japans erste abfallfreie Stadt und das abgelegene, "verborgene" Iya-Tal entdecken.

Freier Blick auf den Nachthimmel in der Atacama-Wüste.
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7. Atacama-Wüste, Chile

In der Coronavirus-Zeit sind wir alle auf der Suche nach einer Sache: Freiraum. Wenn es um Leere geht, macht der Atacama, Südamerikas ältester, höchstgelegener und trockenster Wüste, kaum einer was vor. Mit ihren Mondlandschaften, seltsamen Lebensformen und außerirdischen Farben wirkt sie wie ein anderer Planet. Dazu passt, dass die Atacama zu den besten Orten der Welt zur Sternenbeobachtung zählt – und zu den leuchtenden Vorbildern für nachhaltigen Tourismus in Chile.

Eine weniger bekannte Ecke von Queensland, aber mit viel Potenzial: der Scenic Rim.
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8. Scenic Rim, Australien

Mit Ecolodges, Weingütern, sechs Nationalparks und den Gondwana-Regenwäldern, einem Unesco-Welterbe, hat der Scenic Rim einiges zu bieten, finden die Kollegen des Reiseführers. Nachdem sich die Region von den Buschfeuern 2019 erholt hat, könnte die weniger bekannte Ecke von Queensland mit einer langen Liste neuer Attraktionen – etwa Australiens neuestem "Great Walk" – und einem erstarkten Fokus auf Nachhaltigkeit zu einem der führenden Orte Australiens für naturverträglichen Tourismus werden, prognostiziert Lonely Planet.

Die Canada Virgin Falls: zu sehen im Clayoquot Sound, einem Unesco-Biosphärenreservat auf Vancouver Island.
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9. Vancouver Island, Kanada

Früher war Vancouver Island als Rentnerparadies verschrien. Mittlerweile hat sich die Insel in ein hippes Fleckchen mit Surfstränden, Boutique-Weingütern, gemeinschaftlich geschaffenen neuen Wanderwegen und Restaurants, die mit lokalen Produkten arbeiten, entwickelt. Falls man gerne auf pazifischen Wellen reitet, man sich gern mit Muskelkraft von A nach B bewegt oder ein Skigebiet besuchen will, das nicht Whistler heißt, dann könnte Vancouver Island ein Post-Pandemie-Paradies für einen sein, macht Lonely Planet Lust auf einen Trip an die Westküste Kanadas.

Burgund verfügt über guten Wein, verträumte Landschaften und ein bemerkenswertes Kulturerbe – siehe die Kathedrale Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte de Nevers.
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10. Burgund, Frankreich

Sagenumwobene Schlösser und smaragdgrüne Hügel mit Reben, die von Weinliebhabern weltweit verehrt werden – das Burgund bringt "La belle France" auf den Punkt: gutes Essen und guter Wein, verträumte Landschaften und ein unvergleichliches Kulturerbe. Die zwei Knüller in Sachen Weintourismus, die 2022 in diesem ländlichen Gebiet im zentralen Frankreich eröffnen, machen deutlich: Es ist Zeit, die französischen Weingüter und den nachhaltigen Weinanbau zu feiern, meint man bei Lonely Planet. (red, 15.11.2021)