Journalisten sollen wieder Ein-Jahres-Visa und die Möglichkeit bekommen, mehrmals ein- und ausreisen zu können.

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Peking/Washington – China und die USA wollen gegenseitige Beschränkungen für die Tätigkeit ihrer Auslandskorrespondenten verringern. Das chinesische Außenministerium bestätigte am Mittwoch in Peking eine bereits vor der Videokonferenz von US-Präsident Joe Biden und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping erzielte Abmachung. Danach sollen die Journalisten wieder Ein-Jahres-Visa und die Möglichkeit bekommen, mehrmals ein- und ausreisen zu können.

Bisher wurden Visa nur noch für drei Monate mit einer einmaligen Einreise gewährt. Auch sollen wieder neue Arbeitsvisa erteilt und Anträge entsprechend bearbeitet werden, wie Außenamtssprecher Zhao Lijian vor der Presse berichtete. Er hob aber hervor, dass China erst aktiv werde, wenn die USA ihre Zusagen umsetzten. Allerdings hoffe China darauf, dass die in mehreren Verhandlungsrunden erreichte Drei-Punkte-Einigung auf der Grundlage von Gegenseitigkeit "so schnell wie möglich" verwirklicht werde. Er wiederholte noch einmal chinesische Kritik an der "Diskriminierung" chinesischer Medien durch die USA.

Wenig greifbare Fortschritte

Der Streit eskalierte, nachdem die US-Regierung unter anderem wegen der wiederholten Ausweisung von US-Journalisten und nur beschränkten Vergabe von Akkreditierungen durch China den Druck auf Mitarbeiter chinesischer Medien in den USA erhöht hatte. Die Einigung gehört zu den wenigen greifbaren Fortschritten in den angespannten Beziehungen zwischen den beiden Mächten. Beide Präsidenten waren am Dienstag Pekinger Zeit erstmals seit dem Amtsantritt Bidens im Jänner zu einer Videokonferenz zusammengekommen. (APA, 17.11.2021)