Der Vorfall sorgte für landesweite Schlagzeilen und viel Entsetzen.

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Washington – Mehr als vier Jahre nach dem Tod einer Gegendemonstrantin am Rande einer Neonazi-Demo in den USA hat ein Gericht die Organisatoren der Demonstration zu mehr als 25 Millionen Dollar (22 Millionen Euro) Schadenersatz verurteilt. Die Geschworenen trafen ihr Urteil am Dienstag in einem von neun Einwohnern der Stadt Charlottesville in Virginia angestrengten Zivilverfahren.

In Menschengruppe gerast

Bei der Demonstration im August 2017 war ein Neonazi mit seinem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Eine Frau wurde getötet und 29 Personen verletzt.

Verurteilt wurden am Dienstag zwölf Einzelpersonen und fünf neonazistische und rassistische Organisationen. Die Klägeranwältin Roberta Kaplan begrüßte das Urteil als klares Signal, "dass dieses Land keine von rassistischem oder religiösem Hass getragene Gewalt duldet".

Der Aufmarsch von Neonazis und anderer Rassisten in Charlottesville hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt – auch deshalb, weil der damalige US-Präsident Donald Trump das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von "Gewalt auf vielen Seiten" sprach. (APA, 24.11.2021)