Die russische Medienaufsicht fordert den Kurznachrichtendienst zur Löschung von als illegal eingestuften Inhalten auf.

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Der Kurznachrichtendienst Twitter kann in Russland weiterhin nur eingeschränkt genutzt werden. Russland werde die Twitter-App auf mobilen Geräten so lange verlangsamen, bis alle als illegal eingestuften Inhalte gelöscht sind, teilte die staatliche Medienaufsicht Roskomnadzor am Montag mit. "Derzeit sind noch 761 Beiträge ungelöscht", gab Roskomnadzor auf Reuters-Anfrage bekannt.

"Die Bedingung für die Aufhebung der Zugangsbeschränkung ist, dass Twitter die von Roskomnadzor entdeckten verbotenen Inhalte vollständig entfernt." Russland hatte bereits im März die Nutzung des Kurznachrichtendienstes begrenzt mit der Begründung, das Unternehmen habe zum wiederholten Male verbotene Mitteilungen nicht beseitigt. Zu denen gehören nach Angaben der Behörde kinderpornografische Inhalte, Informationen über Drogenmissbrauch oder Aufrufe zum Selbstmord von Minderjährigen. Twitter äußerte sich zunächst nicht dazu. Das US-Unternehmen bestreitet jedoch stets, dass seine Plattform zur Förderung illegalen Verhaltens genutzt werden darf. (APA, 29.11.2021)