Wird neuer Chef der Frankfurter Schirn: Sebastian Baden.

Sebastian Baden soll vom nächsten Sommer an der neue Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt werden. "Es ist mir eine große Ehre, eines der wichtigsten und profiliertesten Ausstellungshäuser für moderne und zeitgenössische Kunst in Deutschland leiten zu dürfen", erklärte er am Donnerstag. Der 1980 geborene Baden ist seit 2016 Kurator für zeitgenössische Kunst, Skulptur und Neue Medien an der Kunsthalle Mannheim. Seinen neuen Job soll er am 1. Juli 2022 antreten.

Baden folgt dann auf Philipp Demandt, der das Haus seit 2016 führte, und sich fortan ganz auf die Leitung des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung konzentriert. Wie die Stadt Frankfurt mitteilte, wurde die Personalie in der Sitzung des Schirn-Aufsichsrats am Donnerstag beschlossen. Die Ernennung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch den Magistrat.

Demokratie und Despotismus

"Badens derzeitige Arbeit im Bereich der zeitgenössischen Kunst und an der Schnittstelle zu gesellschaftlichen Fragestellungen wird neue Impulse setzen", sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender ist. Mit Baden habe man eine Persönlichkeit gewonnen, "die das Wechselspiel zwischen der Kunst und den drängenden Fragen der Gegenwart – Demokratie und Despotismus, Ökonomie und Ökologie – konsequent in den Blick nimmt", sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Vor seiner Tätigkeit in Mannheim hatte Baden sechs Jahre lang Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe gelehrt. (APA, 9.12.2021)