US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner wegen der hohen Inflation zum Wochenende hin besänftigt.

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Die Inflationsraten steigen. In Deutschland und Österreich klettert die Teuerung ebenso stetig nach oben wie in den USA, wo die Inflationsrate mit 6,8 Prozent im November so hoch war wie zuletzt im Juni 1982. Das klingt freilich erschreckend. Vor allem die Energiepreise treiben die Teuerung an. Das wird just für jene Haushalte zum Problem, bei denen das Geld ohnehin schon knapp ist.

Bei jeder Verkündung der jeweils aktuellen Inflation zeigt sich mittlerweile das gleiche Bild – Experten versuchen, den Druck aus dem Thema zu nehmen. US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner wegen der hohen Inflation zum Wochenende hin besänftigt. Die aktuellen Daten zeigten noch nicht die erwarteten Preissenkungen in den kommenden Wochen und Monaten. Auch Notenbanker haben bisher immer beruhigt und von vorübergehenden Effekten gesprochen, die im Zuge der Corona-Krise aufgetaucht sind.

Doch das Ende der Pandemie lässt auf sich warten, und damit geraten die Notenbanken zunehmend unter Druck, ihren ultralockeren geldpolitischen Kurs früher zu verlassen als geplant. Diese Woche werden Fed und EZB zeigen, welche Richtung sie einschlagen. Groß ist der Spielraum der Notenbanker jedenfalls nicht. Das Zeitfenster für eine Zinserhöhung steht derzeit nicht offen. Ein Anheben der Zinsen würde zudem weder dem Markt noch den Kreditnehmern schmecken. (Bettina Pfluger, 13.12.2021)