Die Credit Suisse macht sich bei den eigenen Mitarbeitern unbeliebt

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Die Credit Suisse verlangt von ihren Mitarbeitenden laut einem Pressebericht Zugang zu deren Mobiltelefonen, falls sie diese für die Kommunikation mit Kunden oder Kollegen einsetzen. Die neue Regelung habe für einige Verärgerung innerhalb der Großbank geführt, schrieb die "Financial Times" am Wochenende unter Berufung auf Bank-Insider. Einige Angestellte hätten auch infrage gestellt, ob eine solche Vorgabe überhaupt durchgesetzt werden könne, hieß es in dem Artikel weiter.

Die Bank stellt laut der "Financial Times" ihren Mitarbeitenden keine Firmenhandys zur Verfügung. Statt dessen bietet sie ihnen einen Rabatt bei zugelassenen Telekomanbietern an. Gemäß den Richtlinien könne die Bank auf jedes Telefon unter dem Firmenplan zugreifen und es überprüfen. Das Geldinstitut wollte den Artikel gegenüber der "Financial Times" nicht kommentieren.

Vereinbarungen

Laut der Richtlinie könne auch eine "logistische Kommunikation" – wie etwa die Vereinbarung eines Treffens mit einem Kunden – über ein nicht von der Bank genehmigtes Telefon dieses zum Gegenstand einer Überprüfung machen, so die Zeitung weiter. Die Bank erwarte von ihren Mitarbeitenden des weiteren, dass sie potenziell relevante Nachrichten nicht löschten. Das Geldhaus habe nun den Angestellten eine Frist gesetzt, um die Richtlinien anzuerkennen.

Die Richtlinien dürften laut der Zeitung auch die Besorgnis in der Branche über potenzielle Compliance-Probleme widerspiegeln. Die pandemiebedingte Verlagerung der Arbeit ins Home Office habe die Compliance-Herausforderung noch schwieriger gemacht. So hätten etwa die JPMorgan-Mitarbeitenden auf ihren Arbeitstelefonen eine Messaging- und Telefonie-App installiert, die alle Anrufe aufzeichne. (APA, 13.12.2021)