Foto: Stalker 2
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15 Jahre nachdem sich die Spieler im ersten Stalker-Game erstmals in die parallelhistorische Version der Schutzzone rund um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl aufgemacht haben, nähert sich nun der offiziell zweite Teil seiner Fertigstellung. Stalker 2: Heart of Chernobyl soll in wenigen Monaten für den PC und die Xbox erscheinen.

Die Entwickler von GSC Gameworld haben zu ihrem Werk seitdem immer wieder stückweise neue Einblicke gegeben. Quasi als Adventgeschenk lieferte man nun vor kurzem eine Reihe von Infos und auch Screenshots, die weitere Eindrücke darüber liefern, was man bei der Rückkehr in die "Zone" erwarten kann.

Bunter und gefährlicher

Es wird bunter rund um den Reaktor. Denn zwischen dem ersten Teil (und seinen Erweiterungen) und dem zweiten ist auch erzählerisch etwas Zeit vergangen. Die hat die Natur genutzt, um das vom Unfall, Sicherungsmaßnahmen und auch durch die Auseinandersetzungen verschiedener Fraktionen teils zerstörte Umland zurückzuerobern.

Die schönere und in der Unreal Engine 5 umgesetzte Landschaft wird aber immer noch von gefährlichen Mutantenwesen durchstreift und von Anomalien heimgesucht. An diesen wird aber gearbeitet, sie sollen gefährlicher und vielfältiger werden. Doch auch die klassischen Varianten – Elektroschocks oder Gravitationsfelder, die den Spieler und andere Figuren herumkatapultieren – wird es weiterhin geben. Und oft wird man Hirnschmalz benötigen, um ein solches Phänomen zu überwinden, um an wertvolle Artefakte zu gelangen, die teils erst durch Anomalien entstehen.

Der heuer zur E3 veröffentlichte Trailer.
IGN

Mehr Survival und Multiplayer

Und immer noch gibt es Konflikte unter jenen Gruppen, die aus unterschiedlichen Gründen heraus in das verseuchte Gebiet vordringen. Hier gesellt sich eine neue hinzu. Sie nennt sich "The Ward" und übernimmt eine polizeiartige Funktion im Umgang mit den Gefahren der Zone. Die Söldnertruppe unter dem Ex-Soldaten Alexander Korschunow will die Zone allerdings nicht zerstören, wie es einst das Ziel der "Duty"-Fraktion war, sondern sie kontrollieren und ihre Ressourcen anzapfen.

Der Survival-Aspekt soll in Stalker 2 prominenter werden. Wer nun zu lange ohne Essen, Wasser oder Schlaf unterwegs ist, verliert nicht nur einfach Lebenspunkte, sondern muss sich auch mit anderen Effekten plagen. Beispielsweise wird es schwerer, mit der Waffe zu zielen. Aber auch optische Halluzinationen können auftreten. Ein lautstark "rumpelnder" Magen kann zudem tödliche Konsequenzen haben, wenn man gerade durch gefährliche Umgebung schleicht. Mit Energydrinks und anderen konsumierbaren Gegenständen kann man zusätzliche Zeit schinden, bis solche Probleme schlagend werden, aber nur bis zu einem gewissen Grad.

Ursprünglich war das Game als Singleplayer-Titel angekündigt worden. Mittlerweile haben die Entwickler dies revidiert. Es wird auch Multiplayer-Unterstützung geben, zumindest für einen Deathmatch- und Team-Deathmatch-Modus. Allerdings noch nicht zum Release, sondern erst nachträglich per Patch. Zudem wird das Spiel offiziell Mods unterstützen.

Start im April

Als Release-Termin für das Game ist, sofern alles nach Plan läuft, der 28. April 2022 vorgesehen. Bis dahin können sich Zonen-Veteranen freilich noch mit den älteren Stalker-Games die Zeit vertreiben, die auch dank zahlreicher Fan-Mods hohen Wiederspielwert haben. Zudem erschien im Juli mit Chernobylite ein Spiel, das in eine sehr ähnliche Kerbe schlägt. (gpi, 13.12.2021)