Gebäude wurden zum Teil evakuiert, Menschen flüchteten nach dem Erdbeben auf die Straßen.

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Im Jänner 2021 sorgte ein Erdeben der Stärke 6,2 zuletzt für starke Schäden in Indonesien.

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Jakarta – Ein starkes Seebeben im Osten Indonesiens rief am Dienstag Erinnerungen an den katastrophalen Tsunami in der Region vor 17 Jahren wach. Am Vormittag gaben die zuständigen Behörden Entwarnung, was die Gefahr einer neuerlichen Riesenwelle betrifft: "Die Tsunami-Warnung ist beendet. Die Öffentlichkeit kann zu ihren Aktivitäten zurückkehren", sagte der Leiter des indonesischen Erdbebenzentrums, Setiyo Prayitno. Es entstanden nur geringe Schäden, eine Person wurde verletzt, teilten die Behörden mit.

Nach Angaben der nationalen Agentur für Meteorologie, Klima und Geophysik (BMKG) hatte das Beben, das sich zu Mittag (Ortszeit) etwa 110 Kilometer nordwestlich der Insel Flores ereignete, eine Stärke von 7,4. Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte es mit 7,3.

Das Zentrum des Bebens lag laut indonesischen Behörden in rund zwölf Kilometern Tiefe. Die USGS sprach von einer Tiefe von 18,5 Kilometern. Berichte über Schäden gab es zunächst nicht. Mehrere andere Länder wie Malaysia, die Philippinen, Chile und Australien hatten die Warnung zuvor ebenfalls aufgehoben.

Erinnerungen an 2004

Der südostasiatische Inselstaat Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Daher kommt es in Indonesien häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Besonders folgenschwer war ein Seebeben der Stärke 9,1 nach Richter vor der indonesischen Insel Sumatra, das am Stefanitag 2004 gewaltige Tsunamis auslöste. Die meterhohen Wellen brachten Tod und Zerstörung an viele Küsten des Indischen Ozeans. Etwa 230.000 Menschen kamen ums Leben, darunter viele Touristinnen und Touristen aus Europa.

Neben Indonesien waren vor allem Indien, Sri Lanka, Thailand und Malaysia betroffen. Der südostasiatische Inselstaat Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde mit häufigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Geringe Schäden

Dieses Mal dürfte die Region aber mit dem Schrecken davongekommen sein. Örtliche Fernsehsender zeigten Aufnahmen von zahlreichen Anwohnern auf Flores, die zu Fuß oder auf Motorrädern versuchten, die Küstenregionen zu verlassen. Ein Behördensprecher sagte, es sei in der Provinz Ost-Nusa Tenggara, zu der Flores gehört, an mehreren Orten zu einem leichten Anstieg des Wasserstands gekommen. Es habe somit einen kleinen Tsunami gegeben, der die Menschen jedoch nicht beunruhigen müsse. (red, APA, 14.12.2021)