Die Reiseplattform Travelcircus hat aus Faktoren wie Kosten, Pistenkilometer, Preis-Leistungs-Verhältnis und – ganz wichtig – Instagram-Tauglichkeit ihre jährliche Rangliste der elf besten europäischen Skigebiete erstellt. Hier das Ranking:

Platz 11: Zieleniec, Polen

Im polnischen Skigebiet Zieleniec gibt es 21 Pistenkilometer und 28 Lifte. Zwischen 811 und 1.025 Metern Seehöhe gelegen, liegt dort an knapp 150 Tagen im Jahr Schnee. Obwohl man hier nur 68,50 Euro pro Skitag inkl. Hotel, Skipass und Ausrüstung zahlt und das Skigebiet damit laut Travelcircus sogar 55 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt liege und obwohl das errechnete Preis-Leistungs-Verhältnis mit 1,14 Euro pro Pistenkilometer nicht schlecht sei, landet Zieleniec nur auf Rang elf.

Zieleniec, Polen
Foto: unsplash

Die volle Punktzahl erreicht Zieleniec in der Kategorie "Liftfaktor". Das bedeutet, dass es dort die meisten Lifte pro Pistenkilometer gibt. Dank der insgesamt 28 Lifte gibt es 1,13 Lifte pro Pistenkilometer. Mit nur 21 Pistenkilometern ist das Skigebiet in Westschlesien zwar das zweitkleinste der Top 11. 62 Prozent der Pisten gehören zur Kategorie leicht und 37 Prozent zu den mittelschweren Pisten.

Platz 10: Les Portes du Soleil, Frankreich/Schweiz

Eine Zwei-Länder-Skiregion, die sich Frankreich und die Schweiz teilen. Es ist allerdings der französische Teil des Gebiets, der im Ranking auf Platz zehn kommt. Denn, so die Begründung: "Kein anderes Skigebiet in Europa hat ein so gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wie der französische Part des Les Portes du Soleil. Und das, obwohl der Skitag hier mit 220 Euro im Vergleich zu anderen Skigebieten recht hoch ist." Wie kommt es dann, dass genau dieses Gebiet der Preis-Leistungs-Sieger ist? Antwort: "Zum gesamten Skigebiet gehören insgesamt 580 Kilometer an unterschiedlichen Pisten. Ein Skipass kostet 59 Euro pro Tag. Folglich zahlen Winterurlauber hier nur 0,10 Euro pro Pistenkilometer – so wenig wie in keiner anderen Skiregion Europas."

Les Portes du Soleil, Frankreich/Schweiz
Foto: unsplash

310 Kilometer der insgesamt 580 Pistenkilometer sind als blaue bzw. leichte Pisten ausgeschrieben. Also perfekt für Anfänger. Fortgeschrittene können sich auf rund 60 Kilometern der schweren Kategorie austoben.

Platz 9: Via Lattea, Frankreich

Der eine Teil dieses Skigebiets gehört zu Italien, der andere zu Frankreich. Der französische Part um den Skiort Montgenèvre schafft es im Vergleich unter die Top Ten, wohingegen der italienische Teil auf dem 13. Platz landet. Insgesamt 400 Pistenkilometer umfasst das Gebiet (angeblich gibt's dort auch den besten Schnee Europas): davon 24 Prozent blaue Pisten, 55 Prozent mittlere Pisten und sogar 21 Prozent schwierige, also schwarze Pisten.

Via Lattea, Frankreich
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Durchschnittlich kostet ein Skitag in Frankreich 214 Euro, rechnet man bei Travelcircus vor. Da lägen Via Lattea und Montgenèvre mit 141 Euro am Tag noch deutlich darunter. Die Pisten rund um Montgenèvre hätten zudem ein großartiges Preis-Leistungs-Verhältnis: Pro Pistenkilometer zahl man nur 0,13 Euro. Den Tages-Skipass gibt es für 50,50 Euro, vor zwei Jahren kostete er noch 1,50 Euro weniger.

Platz 8: 4 Vallées, Schweiz

Vor zwei Jahren, berichtet Travelcircus, gab es die Bronzemedaille für das Skigebiet 4 Vallées in der Schweiz, in dieser Saison gibt es den achten Platz. Das Gebiet umfasst, wie der Name schon besagt, vier Täler in den Schweizer Alpen: 67 Lifte und insgesamt 412 Pistenkilometer.

4 Vallées, Schweiz
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Die Schweiz ist teuer. So auch hier: Ein Skitag mit Skipass, Übernachtung im Vier-Sterne-Hotel und Ausrüstung kostet in 4 Vallées stolze 339 Euro pro Tag und damit mehr als das Doppelte als der europäische Durchschnitt, wie Kolleginnen und Kollegen bei Travelcircus berechnet haben. Geboten werde dafür aber einiges: Bei einem Skipass-Preis von 75 Euro pro Person zahlen Urlauber hier nur 18 Cent pro Pistenkilometer.

Ein großer Pluspunkt sei, dass die Pisten in den 4 Vallées für Familien und Reisegruppen mit unterschiedlichem Niveau geeignet sind. Der größte Anteil mit 202 Kilometer ist für Fortgeschrittene, 107 Kilometer eignen sich für Anfänger, und 103 Kilometer sollten ausschließlich von Profis genutzt werden, findet man.

Platz 7: Åre, Schweden

31 Lifte, zahlreiche Pisten mit einer Gesamtlänge von 91 Kilometer, traumhafte Schneelandschaften: Åre gilt, geht man nach verschiedenen Reisemagazinen, als eines der schönsten Skigebiete der Welt. Das spiegelt sich auch auf Instagram wider: Mit 460.541 Beiträgen mit dem Hashtag #åre kommt das Skigebiet auf einen Topplatz auf Instagram.

Åre, Schweden

Mit 146 Euro pro Skitag liegt Åre noch knapp unter dem europäischen Durchschnitt, hält man bei Travelcircus fest. Eine Nacht im Hotel koste durchschnittlich 98 Euro, was für Schweden sogar recht günstig sei. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis sei fair: Pro Pistenkilometer zahlt man 0,63 Euro. So betrachtet sei auch der Tages-Skipass-Preis von 57 Euro pro Person verkraftbar.

Platz 6: Les Portes du Soleil, Frankreich/Schweiz

Der Schweizer Teil des zwei Länder umfassenden Skigebiets (siehe Rang zehn) liegt auf einer Höhe von 985 bis 2.254 Metern und bietet von Ende Dezember bis Ende April insgesamt 580 Kilometer Pisten. Damit hat Les Portes du Soleil die zweitmeisten Pistenkilometer in Europa, stellt Travelcircus fest. Nur das französische Les Trois Vallées hat mit 600 Kilometer noch mehr zu bieten.

Les Portes du Soleil, Frankreich/Schweiz
Foto: Pixabay

Mit 186 Euro pro Skitag sei ein Urlaub im schweizerischen Les Portes du Soleil kein Schnäppchen, aber es seien immerhin 34 Euro weniger als im französischen Part, heißt es. Für einen Tages-Skipass werden 63 Euro fällig. Bei den 580 Pistenkilometern ergibt sich daraus aber ein "unschlagbares" Preis-Leistungs-Verhältnis: Skiurlauber zahlten nur 0,11 Euro pro Pistenkilometer.

Platz 5: Ruka, Finnland

Im Norden Finnlands befindet sich das kleine Skigebiet Ruka. Gerade einmal 18,90 Pistenkilometer hat das nördlichste Skigebiet der Top 11 zu bieten, dafür sind diese dort an 200 Tagen geöffnet. Mit 147 Euro pro Skitag liegt der Preis in Ruka knapp unter dem europäischen Durchschnitt.

Ruka, Finnland

Weil es dort auch Nordlichter gibt, sind nicht nur die Kollegen bei Travelcircus begeistert, sondern auch so mancher Instagrammer: Unter #ruka sind über 380.000 Beiträge auf der Fotoplattform zu finden.

Platz 4: Madonna di Campiglio, Italien

Der vierte Platz geht an dieses Skigebiet in den Dolomiten. Man findet dort 150 Pistenkilometer und 57 Lifte. "Madonna di Campiglio ist eines der Skigebiete Europas, in dem auch eine bunt gemischte Gruppe aus Anfängern und Profis auf ihre Kosten kommt. 33 Prozent der Pisten eignen sich hervorragend für Anfänger, 25 Prozent sind explizit für Profis, und die restlichen 45 Prozent empfehlen sich für fortgeschrittene Fahrer", urteilt man bei Travelcircus.

Madonna di Campiglio, Italien
Foto: REUTERS/Flavio Lo Scalzo

Günstig ist das Vergnügen allerdings nicht: Mit 194 Euro pro Skitag ist Madonna di Campiglio zwar günstiger als das Matterhorn (Rang drei), es allerdings trotzdem teurer als der Durchschnitt. Setzt man die 150 Pistenkilometer aber ins Verhältnis zum Skipass-Preis, so beträgt dieser gerade einmal 0,43 Euro pro Kilometer, rechnet die Plattform vor.

Platz 3: Matterhorn, Italien/Schweiz

Die Bronzemedaille geht ans Matterhorn, eines der größten Skigebiete der Welt, das sich in Italien respektive der Schweiz befindet. Mit einer Höhe von 1.562 bis 3.899 Metern gilt das Matterhorn zudem als höchstes Skigebiet der Alpen.

Aufgrund der stark variierenden Preise werden der italienische und der schweizerische Teil des Skigebiets bei Travelcircus getrennt voneinander betrachtet. Während der italienische Teil um Breuil-Cervinia und Valtournenche auf dem stolzen dritten Platz landet, schafft es der Schweizer Part des Matterhorns aufgrund deutlich höherer Preise in diesem Jahr nur auf den 23. Platz. Apropos Preis: Wer seinen Skiurlaub am Matterhorn verbringen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. 221 Euro kostet ein Skitag am italienischen Matterhorn – zum Vergleich: Auf der Schweizer Seite sind es stolze 347 Euro.

Matterhorn, Italien/Schweiz
Foto: AFP/FABRICE COFFRINI

Für einen Tages-Skipass zahlt man in dieser Saison 53 Euro. Mit diesem gibt es freie Fahrt auf 322 Pistenkilometern. Insbesondere in der Kategorie Preis/Leistung beim Skipass kann das Matterhorn deswegen trotzdem gut punkten: Satte 4,94 von 5 Punkten kann das Matterhorn hier abstauben, heißt es wörtlich bei Travelcircus.

Außerdem: Kein anderes Skigebiet Europas hat so viele Fotos auf Instagram. Insgesamt wurde der Hashtag #Matterhorn 846.327-mal verwendet, und somit ist das Matterhorn mit Abstand der Instagram-Star unter den Skigebieten

Platz 2: Bukovel, Ukraine

Der zweite Platz des diesjährigen Skigebiete-Vergleichs von Travelcircus geht an dieses Skigebiet in der Ukraine: Mitten in den Ostkarpaten befindet sich mit Bukovel das größte Wintersportgebiet der Landes.

Bukovel, Ukraine
Foto: unsplash

Mit 111 Euro pro Skitag ist das ukrainische Skigebiet verhältnismäßig günstig. Einen Tages-Skipass gibt es schon für 36 Euro pro Person. Erstaunlicherweise ist er damit sogar ganze fünf Euro günstiger als in der Saison 2019/20, hält man fest. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis in Bukovel sei sehr gut: 0,53 Euro pro Pistenkilometer.

68 Kilometer stehen Wintersportlerinnen und -sportlern zur Verfügung. Travelcircus: "Mit 43 Prozent leichten, 41 Prozent mittleren und 16 Prozent schweren Pisten hält auch dieses Skigebiet für jeden die passende Piste bereit."

Platz 1: Ski Arlberg, Österreich

Das beste Skigebiet Europas liegt Travelcircus zufolge in Österreich. Die Rede ist von Ski Arlberg. 302 Pistenkilometer für jedes Niveau und 88 Lifte gibt es dort. Ein Skiurlaub mit Skipass, Übernachtung im Vier-Sterne-Hotel und Skiausrüstung kostet in Ski Arlberg 169 Euro pro Person. Damit liegt der Preis nur knapp über dem Durchschnittspreis für alle Gebiete in Europa, stellt man bei Travelcircus fest.

Ski Arlberg, Österreich
Foto: unsplash

Der Tages-Skipass sei mit 61 Euro recht kostspielig, doch setzt man den Preis in Bezug zu den Pistenkilometern, zahle man nur 0,20 Euro pro Kilometer, "was so gesehen ein wirklich fairer Preis" sei. (red, 19.12.2021)