Der Golf von Guinea gilt wegen Piratenattacken als gefährliche Region für Handelsschiffe.

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Kopenhagen – Piraten haben bei einem Angriff auf ein Schiff vor der Küste Westafrikas mehrere Personen in ihre Gewalt gebracht. "Wir können bestätigen, dass die Piraten nach unseren Informationen sechs Geiseln von dem unter liberianischer Flagge fahrenden Containerschiff genommen haben", teilte eine Sprecherin des dänischen Verteidigungskommandos am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Dänemark hat vor längerer Zeit eine Fregatte in den Golf von Guinea entsandt, um den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern vor Piraten zu schützen. Die Region gilt als eine der gefährlichsten für Handelsschiffe.

Ein Verletzter nach Piratenangriff

Das dänische Verteidigungskommando hatte zunächst in der Nacht auf Dienstag mitgeteilt, die Fregatte Esbern Snare habe einem Containerschiff nach einem Piratenangriff geholfen. Die Seeräuber wurden demnach in der Nähe der Insel Bioko in internationalen Gewässern gesichtet. Ein entsandter Hubschrauber habe daraufhin einen Alarm eines Containerschiffs erhalten. Die Crew des Helikopters habe dann ein kleineres Boot an der Seite des Containerschiffs mit mehreren mutmaßlichen Piraten und Geiseln entdeckt.

Die Piraten hätten anschließend Kurs Richtung des nigerianischen Nigerdeltas weiter nördlich genommen, hieß es. Der Hubschrauber sei zur Fregatte zurückgekehrt – man habe keine Erlaubnis, Piraten in nationalen Gewässern zu verfolgen. Ein Besatzungsmitglied des Containerschiffs sei während des Piratenangriffs durch Schüsse verletzt worden, befinde sich aber in stabilem Zustand. (APA, 15.12.2021)