In Paris sind viele Tesla-Taxis unterwegs. Eines war in einen folgenschweren Unfall verwickelt.

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Der schwere Unfall mit einem Tesla-Taxi in Paris sorgt weiterhin für Diskussionen. Vergangenen Samstag kam es zu einem Todesopfer und 20 Verletzten, nachdem der Fahrer die Kontrolle über den Model 3 Wagen verlor. Er war zu dem Zeitpunkt außer Dienst und mit seiner Familie unterwegs gewesen und behauptet, dass sich das Auto an einer Ampel nicht bremsen ließ, sondern stattdessen sogar beschleunigte.

Taxi-Firma zieht Model 3 aus dem Verkehr

Als Reaktion auf den Unfall zog das Pariser Taxi-Unternehmen G7 alle seine 37-Tesla-Wagen aus dem Verkehr. G7 ist eines der größten Pariser Taxi-Unternehmen mit 9000 angeschlossenen Fahrern, die unabhängige Dienstleister mit eigenem Fahrzeug sind. Rund die Hälfte der Flotte besteht aus Elektro- oder Hybridfahrzeugen.

Seit Tagen wird seither spekuliert, ob das Tesla-Auto sich im Autopilot-Modus befunden hat. Am Mittwoch teilte die französische Regierung nun mit, dass derzeit nichts auf ein technisches Versagen hindeute. Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbari gab an, dass laut Teslas Europa-Chef kein Sicherheitsproblem beim Model 3 vorliege. Sämtliche Daten, die der Wagen aufzeichnete, seien den Behörden zur Verfügung gestellt worden.

Rätseln über Autopiloten

Zum jetzigen Zeitpunk bleibt aber weiterhin unklar, ob der Tesla im Autopilot-Modus unterwegs war. Der Fahrer stand nach Angaben der Polizei nicht unter Alkoholeinfluss. Gegen ihn wird ermittelt wegen unfreiwilligen Totschlags, wie es in Justizkreisen hieß. Tesla selbst hat sich in der Öffentlichkeit noch nicht zu dem Unfall geäußert. (red/Reuters)