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Gar nicht wenige würden auf das Auto verzichten, um einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Sie brauchen das Auto aber, weil äußere Umstände es verlangen. Eine andere Möglichkeit ist, ein neues sparsameres oder gar elektrisches zu kaufen, um weniger CO2 zu emittieren.

Diese Überlegung mündet dann sogleich in die Frage: Ist es besser, ein neues, sozusagen sauberes Auto zu kaufen oder das alte weiterzufahren? Die Antwort ist relativ einfach: Sollte das Lebensende des Vehikels ohnehin schon nah sein oder sollte es sich gar um einen alten Diesel ohne Partikelfilter handeln, dann empfiehlt es sich tatsächlich, das Auto zu verschrotten und ein neues anzuschaffen. Verkaufen Sie hingegen Ihr altes Auto an den nächsten Nutzer, verschieben Sie das Problem nur auf eine andere Person, während Sie selbst um teures Geld einen neuen CO2-Riesenrucksack erwerben.

Pflegliche Behandlung

Die Herstellung eines Automobils ist nämlich bereits mit einer großen Menge an CO2-Ausstoß verbunden. Man kann das für den Einzelfall schwer beziffern, weil man üblicherweise die Umstände der Energieaufbringung weder für die Produktion noch fürs Fahren genau kennt. Aber ganz grob gesehen kann man derzeit davon ausgehen, dass bei der Herstellung eines Elektroautos fast so viel CO2 emittiert wird wie während des gesamten nachfolgenden Betriebes (insgesamt aber trotzdem viel weniger als bei einem Verbrenner).

So kann man pauschal durchaus sagen: Pflegliche Behandlung und lange Nutzungsdauer sind auch beim Auto besser als Wegwerfen. (Rudolf Skarics, 23.12.2021)