Sea-Watch ist ein Verein mit Sitz in Berlin, der im Mittelmeer in Seenot geratene Menschen rettet.

Foto: via REUTERS / Suzanne De Carrasco / Sea-Watch

Rom – Die private Hilfsorganisation Sea-Watch hat fast 100 Menschen im Mittelmeer von einem in Seenot geratenen Boot an Bord genommen. Es sei der fünfte Einsatz innerhalb von drei Tagen gewesen, teilten die Seenotretter am Sonntagabend mit. Unter den Geretteten sei auch eine hochschwangere Frau gewesen. Insgesamt habe die Crew damit fast 450 Gerettete an Bord der "Sea-Watch 3". Nach Angaben der Organisation ist das jüngste Kind zwei Wochen alt.

Die italienische Küstenwache berichtete am Sonntag, nach einer zweitägigen Suche ein mit Menschen besetztes Boot an der Küste von Crotone in Süditalien aufgespürt zu haben. Die Behörden hätten die 27 Menschen in Sicherheit gebracht, hieß es in einer Mitteilung.

Italien ist das Ziel vieler Menschen, die oft von Nordafrika aus ablegen, um die EU zu erreichen. Sie hoffen dort auf ein besseres Leben. Immer wieder geraten die überfüllten Kähne in Seenot, und es kommt zu Unglücken auf dem Mittelmeer. Nach UN-Angaben starben im zentralen Mittelmeer in diesem Jahr bislang etwas mehr als 1.500 Menschen. (APA, 27.12.2021)