Seit 2017 rettet die Sea-Watch 3 Menschen aus Seenot im Mittelmeer, so auch im heurigen Oktober, von damals stammt diese Aufnahme.

Foto: AP/Valeria Mongelli

Palermo – Knapp 1.000 Menschen warten vor der Küste Süditaliens auf zwei Seenotretter-Schiffen auf Anlegeerlaubnis in einem sicheren Hafen. Das twitterten die Hilfsorganisationen Sea-Watch und Ärzte ohne Grenzen am Montag. Demnach befinden sich auf der Sea-Watch 3 derzeit 444 Personen, darunter zahlreiche Kinder und unbegleitete Minderjährige. In der Nacht wurden laut "Kathpress" bereits eine Schwangere und ihre dreijährige Tochter aus medizinischen Gründen an Land gebracht.

Auf der Geo Barents, die von Ärzte ohne Grenzen betrieben wird, wurden 558 Menschen, die in Seenot waren, aufgenommen. Die Wetterbedingungen verschlechterten sich, teilten die Hilfsorganisationen mit. Beide forderten die Behörden daher auf, ihnen schnell einen sicheren Hafen zuzuweisen.

Über die Feiertage war es vor der libyschen Küste zu mehreren Schiffsunglücken gekommen. Dabei ertranken mindestens 27 Menschen. (APA, 27.12.2021)