Ryoyu Kobayashi siegt und ...

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...staubt eine wunderbare Holzfigur ab.

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Garmisch-Partenkirchen – Ryoyu Kobayashi hat das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Der Japaner setzte sich am Samstag mit nur 0,2 Punkten Vorsprung auf den Deutschen Markus Eisenbichler durch und festigte seine Gesamtführung bei der Vierschanzentournee, nachdem er schon in Oberstdorf ganz vorne gewesen war. Jan Hörl wurde als bester Österreicher Fünfter, Daniel Huber 16., der 19-jährige Daniel Tschofenig belegte den 18. Platz.

Kobayashi gewann wie in Oberstdorf und bleibt so auf Kurs zu seinem zweiten Tournee-Gesamttriumph wie auch "Grand Slam" mit Siegen auf allen vier Schanzen. Diesmal lag der nun fünffache Saisonsieger jedoch nur 0,2 Punkte vor dem deutschen Qualifikationssieger Markus Eisenbichler. Den Ausschlag für den Mini-Vorsprung gab letztlich der Telemark Kobayashis. Er liegt zur Tournee-Halbzeit 13,2 Punkte vor dem Norweger Marius Lindvik und 17,7 Zähler vor dem Slowenen Lovro Kos.

Solider Hörl

Die Österreicher mussten die Tourneewertung nach dem schwachen Oberstdorf-Abschneiden mit Daniel Huber auf Platz acht als einzigem in den Top Ten früh abschreiben, gehen nun auf Einzelerfolge. Einen solchen landete Hörl, der 17. von Oberstdorf. "Dass ich da heute Fünfter werde, ist genial. Ich habe im Training gut reingefunden, die Quali war auch sehr gut und ich habe (im Bewerb, Anm.) zwei gute, solide Sprünge gemacht", sagte Hörl. Die Belastung als Halbzeit-Sechster habe er gut weggesteckt.

ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl lobte seinen zum Jahres-Auftakt besten Mann. "Jan ist echt gut gesprungen. Damit er noch weiter vorne ist, muss auch ein bisschen die Arithmetik vom Wind mehr mitspielen. Aber er hat einen super Job gemacht." Der Coach war auch mit dem ersten 19-jährigen Daniel Tschofenig zufrieden, der Kärntner wurde 18. und ist Gesamt-16. "Er ist ein junger Springer, der erstmals dabei ist. Er macht das wirklich sehr gut", betonte Widhölzl.

Bei Huber war ein bisschen der Wurm drin. Zwar landete er als 16. in der Tageswertung zwei Positionen vor Tschofenig, doch ging es für den Salzburger im zweiten Durchgang um vier Positionen nach hinten, gesamt um zwei Plätze auf Rang zehn. "Es fehlt nicht viel, es ist knapp dran, aber im zweiten ist es wieder ins Negative rübergeschwappt", erklärte Huber. "Es ärgert mich, dass ich zurückfalle und die Platzierungen liegenlasse."

Weltcup-Punkte gab es auch für Philipp Aschenwald, allerdings als 27. nur deren vier. "Ich bin noch ein bisschen am Kämpfen, leicht von der Hand geht es nicht. Es ist ein bisschen mühsam", meinte der Tiroler. Wie schon in Oberstdorf nicht in den zweiten Durchgang schafften es Manuel Fettner und Ulrich Wohlgenannt. Fettner unterlag in seinem K.o.-Duell hauchdünn, bei seinem Vorarlberger Teamkollegen war es deutlicher. "Es ist viel im Sprung liegengeblieben", trauerte Fettner dem Aufstieg nach.

Extra-Einheit in Seefeld

Gar nicht im Bewerb dabei war Stefan Kraft, war der Salzburger doch zu Silvester in der Qualifikation als 59. ausgeschieden. Am Neujahrstag ging der 28-Jährige ein wenig langlaufen, um den Kopf freizubekommen. Am Sonntag steht eine von Widhölzl betreute Extra-Einheit auf der Seefelder Schanze auf dem Programm. Widhölzl: "Wir werden die Möglichkeit nutzen, in Ruhe ein paar Sprünge zu machen und uns vorher ein Konzept zurechtlegen, damit er wieder mehr Energie in seinen Sprung bekommt."

Für Kobayashi war es anlässlich 100 Jahre Neujahrsspringen sein siebenter Tournee-Tagessieg, womit er an die fünfte Stelle vorrückte. Gewinnt der 25-Jährige auch am Dienstag in Innsbruck und am Donnerstag in Bischofshofen, würde er auf Rang drei u.a. mit Gregor Schlierenzauer gleichziehen. Der Tiroler Rekord-Weltcupsieger ist wie Toni Innauer im Tournee-Analyse-Team von ZDF im Einsatz, Frauen-Olympiasiegerin Maren Lundby wiederum ist als Expertin für das norwegische Fernsehen aktiv.

Lindvik hielt sich mit Tagesrang vier gesamt im Rennen, der 22-jährige Kos in seiner ersten Weltcup-Saison mit seinem ersten Podestrang bei der Elite. Der Deutsche Karl Geiger verlor seine Weltcupführung an Kobayashi und in der Tournee mit Rang sieben in Garmisch an Boden. Gleiches widerfuhr dem norwegischen Weltcup-Titelverteidiger Halvor Egner Granerud als Tages-Achtem. Den beiden fehlen nur rund 30 Zähler auf Kobayashi. Bester Deutscher gesamt ist Eisenbichler als Vierter (-22,1). (APA; 1.1.2022)

Ergebnisse des Skispringens in Garmisch-Partenkirchen:

1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 291,2 (143,0/135,5)
2. Markus Eisenbichler (GER) 291,0 (141,0/143,5)
3. Lovro Kos (SLO) 286,0 (135,5/138,0)
4. Marius Lindvik (NOR) 283,7 (138,0/138,0)
5. Jan Hörl (AUT) 274,9 (134,0/132,0)
6. Yukiya Sato (JPN) 267,9 (132,5/130,0)
7. Karl Geiger (GER) 265,0 (130,0/127,5)
8. Halvor Egner Granerud (NOR) 264,2 (128,0/140,5)
9. Timi Zajc (SLO) 264,1 (137,0/127,5)
10. Stephan Leyhe (GER) 263,7 (128,0/136,5)

11. Piotr Zyla (POL) 262,0 (135,5/131,0)
12. Killian Peier (SUI) 261,8 (130,5/132,0)
13. Robert Johansson (NOR) 261,2 (132,0/135,0)
14. Anze Lanisek (SLO) 257,6 (130,0/135,0)
15. Cene Prevc (SLO) 257,3 (131,0/135,0)
16. Daniel Huber (AUT) 257,1 (132,0/129,0)
17. Daniel-Andre Tande (NOR) 256,1 (134,5/125,5)
18. Daniel Tschofenig (AUT) 255,6 (127,0/133,0)
19. Jewgenij Klimow (RUS) 252,2 (128,0/132,0)
20. Constantin Schmid (GER) 249,2 (133,0/125,5)

21. Naoki Nakamura (JPN) 249,0 (130,5/130,0)
22. Andreas Wellinger (GER) 247,1 (131,0/129,0)
23. Jakub Wolny (POL) 246,5 (127,0/132,5)
24. Johann Andre Forfang (NOR) 246,0 (127,5/131,5)
25. Gregor Deschwanden (SUI) 245,9 (129,0/130,5)
26. Fredrik Villumstad (NOR) 245,5 (129,5/130,0)
27. Philipp Aschenwald (AUT) 244,7 (128,0/126,5)
28. Severin Freund (GER) 244,2 (128,0/127,5)
29. Daiki Ito (JPN) 241,4 (127,5/128,0)
30. Danil Sadrejew (RUS) 229,4 (123,0/128,0)

Manuel Fettner (32.) und Ulrich Wohlgenannt (41.) nicht für den 2. Durchgang qualifiziert

Vierschanzentournee-Wertung:

1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 593,2
2. Marius Lindvik (NOR) 580,0
3. Lovro Kos (SLO) 575,5
4. Markus Eisenbichler (GER) 572,1
5. Halvor Egner Granerud (NOR) 563,4
6. Karl Geiger (GER) 560,9
7. Robert Johansson (NOR) 559,8
8. Stephan Leye (GER) 530,5
9. Jan Hörl (AUT) 527,3
10. Daniel Huber (AUT) 526,1

Weltcup – Gesamtwertung (nach 11 Bewerben):

1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 696
2. Karl Geiger (GER) 675
3. Halvor Egner Granerud (NOR) 473
4. Marius Lindvik (NOR) 437
5. Markus Eisenbichler (GER) 407
6. Anze Lanisek (SLO) 385
7. Stefan Kraft (AUT) 380
8. Killian Peier (SUI) 330
9. Jan Hörl (AUT) 299
10. Robert Johansson (NOR) 293

Nationencup (12):

1. Deutschland 2041
2. Norwegen 1674
3. Österreich 1609
4. Slowenien 1465
5. Japan 1381
6. Polen 629
7. Schweiz 523
8. Russland 342
9. Finnland 22
10. Estland 13