AS Monaco hätte sich wohl mehr von Niko Kovac erwartet.

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Monte Carlo – AS Monaco hat Niko Kovac beurlaubt. Das teilte der Klub am Neujahrstag mit. Der Vertrag des Kroaten war eigentlich noch bis 2023 gültig. In den vergangenen Tagen hatten verschiedene französische Medien bereits über die Freistellung des früheren FC-Bayern-Coaches berichtet. Überraschend kommt die Entscheidung dennoch, weil Monaco drei der zurückliegenden vier Spiele in der Ligue 1 gewonnen hatte. Monaco kündigte an, in Kürze den Namen des neuen Cheftrainers bekanntzugeben.

Bis dahin trainiert Nachwuchstrainer Stéphane Nado die Profis. Zuvor hatte die Zeitung "L'Équipe" berichtet, dass dem 50-jährigen Kroaten schon am Donnerstag mitgeteilt worden sei, dass er nicht mehr länger für das Team zuständig sei. Kovac war im Juli 2020 ins Fürstentum gewechselt und hatte das Team in 74 Spielen auf der Bank betreut, darunter auch zweimal im vergangenen Herbst in der Europa League gegen Sturm Graz.

Der ehemalige Salzburg-Assistenz-Coach hatte in seiner ersten Saison gut abgeschnitten und war in der französischen Meisterschaft mit Monaco Dritter geworden. Im Sommer verpasste die Mannschaft gegen Schachtjor Donezk aus der Ukraine allerdings die Qualifikation für die Champions League.

Kolportierte Probleme

Auch danach lief es nicht mehr rund. Gegen die Topteams gab es für das Kovac-Team Niederlagen. Nach der Hinrunde liegen die Monegassen lediglich auf Tabellenplatz sechs. In den letzten Tagen des Jahres 2021 hatte es bereits Gerüchte gegeben, dass die Verantwortlichen nicht zufrieden mit Kovac seien. Die fehlende Weiterentwicklung des Teams sei ein Problem, hieß es. Das Niveau seiner Mannschaft habe er nicht anheben können, auch individuell habe er die Spieler nicht voranbringen können.

Am Sonntag geht es für Monaco im Coupe de France beim Zweitligisten US Quevilly-Rouen Metropole weiter. Am Freitag hatte Monaco mitgeteilt, dass sieben Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Spieler befänden sich in Isolation. Die Namen der betroffenen Profis nannte der Verein nicht. (APA/dpa, 1.1.2022)