Othmar Karas (ÖVP) kündigt an, dass man im kommenden Jahr mehr von ihm hören werde.

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Wien – "Wir benötigen in Österreich wieder einen neuen Grundkonsens über alle Grenzen hinweg – rasch und beherzt": Das ist Othmar Karas' Wunsch für das neue Jahr. Der EU-Abgeordnete der ÖVP wünscht Österreich in einem Twitter-Video einen guten Rutsch – und teilt Seitenhiebe an jene aus an jene Akteure, die "zu sehr mit sich selbst beschäftigt" waren. Sie hätten das Vertrauen in die Politik nachhaltig beschädigt. "Zu oft ging es in letzter Zeit um persönliche und parteipolitische Befindlichkeiten und Verfehlungen", sagt Karas in dem knapp zweieinhalb Minuten langen Video, "zu selten wurde das Gemeinsame vor das Trennende gestellt."

In dieser Zeit sieht Karas den Zeitpunkt für sich gekommen. "Ich verstehe mich als Christdemokrat in der Mitte unserer Gesellschaft – als Brückenbauer – und diese Rolle möchte ich in diesem Jahr und in dieser für uns alle so entscheidenden sozialen und demokratiepolitischen Frage auch nützen", sagt Karas. So möchte er "Persönlichkeiten aller Couleur" an den Tisch bitten – vor allem jene, die die politische Welt von innen kennengelernt hätten und sich inzwischen anderswo wieder neu bewährt hätten. Namen nennt Karas keine.

Stattdessen beschwört er "konsensorientierte Kräfte", mit einer Stimme zu sprechen und "gemeinsam Initiativen zu setzen". So soll Vertrauen in die Politik zurückgewonnen und Lehren gezogen werden. "Sie werden in diesem Sinne im neuen Jahr bald von mir hören", kündigt Karas am Ende des Videos an. Wie sein Auftritt dann aussehen soll, verrät er aber nicht. (agr, 2.1.2022)