Marius Lindvik beim Attackieren.

Foto: AP/Matthias Schrader

Ryoyu Kobayashi beim souveränen Kontern.

Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Bischofshofen – Vierschanzentournee-Leader Ryoyu Kobayashi hat am Mittwoch den ersten Skisprung-Bewerb in Bischofshofen und somit auch den dritten Tourneebewerb gewonnen. Der Japaner überholte im zweiten Durchgang den führenden Marius Lindvik mit einem 137,5-m-Satz und triumphierte mit 4,7 Punkten Vorsprung auf den Norweger. Dritter wurde Lindviks Landsmann Halvor Egner Granrud. Manuel Fettner und Jan Hörl kamen als beste ÖSV-Adler ex aequo auf Rang fünf.

Komfortabler Vorsprung

Kobayashi baute seinen Vorsprung in der Tourneewertung auf seinen schärfsten Rivalen Lindvik auf 17,9 Punkte aus. Der Gesamtsieg ist dem Japaner, der am Dreikönigstag im zweiten Springen von Bischofshofen schon zum zweiten Mal nach dem Tournee-Grand-Slam greift, wohl kaum mehr zu nehmen. Der 25-Jährige hatte bereits 2019 die Tournee per Grand Slam, also mit Siegen in allen vier Springen, gewonnen.

Beachtliche Leistung von Hayböck

Sensationell präsentierte sich Michael Hayböck bei seinem Comeback nach Bandscheibenvorfall, er landete auf Platz neun. Clemens Aigner kam auf Rang elf, Daniel Huber auf 13 und Philipp Aschenwald auf 17. Für Weltmeister Stefan Kraft setzte es erneut eine Niederlage. Der Salzburger, der in Garmisch-Partenkirchen die Qualifikation verpasst hatte, landete hinter seinem Teamkollegen Ulrich Wohlgenannt nur auf dem 23. Platz.

Hörl, der mit 138 Metern den weitesten Satz im ersten Durchgang hingelegt hatte, und Fettner zeigten sich mit ihren Leistungen und dem geteilten Platz fünf zufrieden. "Heute war wirklich alles dabei. Richtig cool, dass es so ausgegangen ist. Und dass ich mit Jan ex aequo bin, ist natürlich noch mal cooler." Der angesprochene 23-jährige Hörl meinte dazu trocken in Richtung des 13 Jahre älteren Teamkollegen: "Das gibt es nicht oft und ist mal was Besonderes, mit einem alten Hasen ex aequo zu sein."

Der dritte Tournee-Wettkampf hatte am Dienstag wegen starken Windes nicht wie geplant in Innsbruck stattfinden können. Er wurde daher in Bischofshofen nachgeholt, wo am Dreikönigstag (17.30 Uhr, live ORF1) auch das Tournee-Finale steigt. (APA, red, 5.1.2022)

Ergebnisse des Weltcup-Skispringens in Bischofshofen:

1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 291,3 (137,0/137,5)
2. Marius Lindvik (NOR) 286,6 (137,5/135,5)
3. Halvor Egner Granerud (NOR) 282,4 (135,5/135,5)
4. Karl Geiger (GER) 280,8 (133,0/136,0)
5. Manuel Fettner (AUT) 273,1 (137,0/132,5)
. Jan Hörl (AUT) 273,1 (138,0/132,5)

7. Robert Johansson (NOR) 270,4 (133,0/135,0)
8. Markus Eisenbichler (GER) 270,3 (130,0/140,5)
9. Michael Hayböck (AUT) 267,1 (130,5/131,5)
10. Yukiya Sato (JPN) 262,9 (137,0/126,5)
11. Clemens Aigner (AUT) 262,7 (129,0/135,5)
12. Severin Freund (GER) 257,3 (131,5/133,5)
13. Daniel Huber (AUT) 257,0 (132,0/127,5)
14. Timi Zajc (SLO) 256,6 (130,5/131,5)
15. Andreas Wellinger (GER) 252,7 (129,5/130,5)
16. Johann Andre Forfang (NOR) 251,5 (134,5/123,5)
17. Philipp Aschenwald (AUT) 251,4 (132,5/124,5)
18. Piotr Zyla (POL) 250,1 (130,0/130,0)
19. Junshiro Kobayashi (JPN) 249,4 (129,5/129,5)
20. Stephan Leyhe (GER) 249,0 (130,5/135,0)
21. Dawid Kubacki (POL) 248,2 (128,5/131,5)
22. Ulrich Wohlgenannt (AUT) 247,5 (131,5/124,0)
23. Stefan Kraft (AUT) 246,3 (133,0/123,0)

24. Daiki Ito (JPN) 245,1 (131,0/126,0)
25. Lovro Kos (SLO) 243,9 (136,0/138,5)
26. Killian Peier (SUI) 243,5 (130,0/133,0)
27. Danil Sadrejew (RUS) 240,1 (129,5/126,5)
28. Peter Prevc (SLO) 237,3 (133,5/116,5)
29. Gregor Deschwanden (SUI) 236,8 (129,5/127,5)
30. Jakub Wolny (POL) 224,7 (124,0/125,0)
31. Naoki Nakamura (JPN) 211,7 (123,0/118,0)

Nicht für den 2. Durchgang qualifiziert:
Thomas Lackner (34.), Daniel Tschofenig (40.) und Stefan Rainer (47.)

Vierschanzentournee-Wertung (nach 3 Bewerben):

1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 884,5
2. Marius Lindvik (NOR) 866,6
3. Halvor Egner Granerud (NOR) 845,8
4. Markus Eisenbichler (GER) 842,4
5. Karl Geiger (GER) 841,7
6. Robert Johansson (NOR) 830,2
7. Lovro Kos (SLO) 819,4
8. Jan Hörl (AUT) 800,4
9. Yukiya Sato (JPN) 783,6
10. Daniel Huber (AUT) 783,1
11. Stephan Leyhe (GER) 779,5
12. Killian Peier (SUI) 762,1
13. Gregor Deschwanden (SUI) 745,3
14. Philipp Aschenwald (AUT) 740,8
15. Johann Andre Forfang (NOR) 721,9

Weiter:
21. Daniel Tschofenig (AUT) 617,0
29. Manuel Fettner (AUT) 508,0
30. Stefan Kraft (AUT) 506,4
36. Ulrich Wohlgenannt (AUT) 480,7
47. Michael Hayböck (AUT) 267,1
48. Clemens Aigner (AUT) 262,7